Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

art [dialog] Helmut Parthl & Szuda M. Barna

04.Oktober – 20. Dezember 2013 | Landesgalerie Burgenland

art[dialog] stellt den Beginn einer Ausstellungsreihe in der Landesgalerie Burgenland dar, die zusammen mit benachbarten Bundesländern sowie Grenzstaaten wie Ungarn gestaltet wird. In der ersten Ausstellung wird das Burgenland durch Helmut Parthl repräsentiert, während Ungarn von Szuda M. Barna vertreten ist. Der Ausgangspunkt ihres Dialoges liegt in der Volkskunst und im Landleben, für die sich beide Künstler interessieren.
Bei der art[dialog] Ausstellungsreihe wird nicht an einen künstlerischen Wettbewerb gedacht, sondern vielmehr daran, dass die beteiligten Künstler in einen kreativen Dialog eintreten und sich im intensiven, gemeinsamen Arbeiten und Austauschen entsprechend einem Thema bzw. einer Idee oder Vorstellung gegenseitig annähern, begegnen oder ergänzen können. Dieser art[dialog] kann sowohl in inhaltlicher, als auch gestalterischer Form und/oder in konzeptioneller, als auch künstlerisch – technischer Ausführung ohne Begrenzungen oder Einschränkungen erfolgen.

Die erste art[dialog] Ausstellung wird auf drei verschiedenen Ebenen gezeigt. Als „Indirekter Dialog“ findet man Bilder in separierten Kojen. In der Mitte steht das große, in gemeinsamer künstlerischer Arbeit entstandene Bild als „Symbolischer Dialog“. Die unmittelbar gegenübergestellten Bilder bilden den „Direkten Dialog“. Neben dem Zwiegespräch der Bilder, die mit verschiedenen Ausdrucksformen, Formelzeichen, Materialien und Farben künstlerisch umgesetzt werden, ergänzen Filme und Skulpturen von Helmut Parthl, sowie ein Kurzvideo und eine Installation von Szuda M. Barna die Ausstellung.

Obwohl bei der Schaffung der Kunstwerke verschiedene Techniken angewendet wurden, sind sie Teile eines kreativen Dialogs und die unterschiedlichen visuellen Darstellungen haben eine gemeinsame Basis.
Und obwohl die Künstler in dieser Ausstellung die Volkskultur als Ausgangspunkt gesehen haben, beruhen die ausgewählten und behandelten Themen nicht vordergründig auf traditionellen, volkstümlichen Elementen und Symbolen, sondern betonen vielmehr die persönlichen Erlebnisse des ländlichen Lebens.

Helmut Parthl zeigt den burgenländischen, ländlichen Raum (Zemendorf) und Szuda M. Barna den ländlichen Raum in Ungarn (Ráckeve), wo er seine Kindheit verbracht hat – und hier entdecken wir zahlreiche, sich gegenseitig inspirierende Elemente. Die Ausstellung ist damit eine gegenseitige Reflexion der Symbolik der am Land aufgewachsenen Künstler. Die Formsprache ist zwar unterschiedlich, jedoch wirken manche technischen Elemente, wie. z.B. die regelmäßige Anwendung der Farbrolle, verbindend.

Die Werke der beiden Künstler sind sensible und ausdrucksstarke Symbole jener Sicherheit und bürgerlichen Idylle, die sie in einer beschaulichen Umgebung erfahren durften. Die Ausstellung möchte gerade diese Daseinsform betonen: den Platz des Künstlers, Sympathien und Abneigungen. Die Künstler nehmen die Betrachter also auf eine sehr persönliche Reise der volkstümlichen Kultur, in eine subjektiven Folklore, mit.

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