Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

„So Als Ob“ Vernissage von Florian Lang am 21.Oktober in Eberau

Das „Kulturforum Südburgenland“ in Eberau zeigt ab dem 21. Oktober unter dem Titel „So Als Ob“ die neuesten Werke des jungen burgenländischen Kunstpreisträgers Florian Lang, gebürtig aus Stinatz.
Zur Vernissage hält Mag. Günter Temmel die einführenden Worte, eröffnet wird die Ausstellung vom Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Walter Temmel.
Arthur Fandl steuert die Musik dieses Abends bei, der um 19:30 Uhr beginnt.
Geöffnet ist die Ausstellung „So als ob“ bis zum 19.November.

Florian Lang hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien, der Glasgow School of Art und der Marmara Universität in Istanbul studiert. Diplom 2010.
Der Künstler lebt und arbeitet in Wien.

Abgesehen von Ausstellungen im In- und Ausland steckt Florian Lang den Rahmen des freischaffenden Künstlers recht weit. So produzierte er beispielsweise mehrere Musikvideos und war mit seiner Band Le Toy FM 4 Soundparkband des Monats. Tourte durch ganz Österreich und halb Europa. Machte mehrere Bühnenbilder für diverse österreichische Theaterhäuser. Entwickelte gemeinsam mit Franzobel ein Comic und zwei Fotostrecken für das Accessoire Label Eva Blut. Kooperationen mit Historikern und Architekten ermöglichten Arbeiten im öffentlichen Raum.
Lang verbrachte Residencies in Italien, Polen, Ungarn, Deutschland und Österreich. Er gewann zweimal den Förderpreis für bildende Kunst im Burgenland und ist mit seinen Collagen in diversen Sammlungen vertreten.

Das Hauptaugenmerk von Florian Lang liegt in der Collage. Motive aus der Konsumwelt werden mit Schere oder Klinge ihrer ursprünglichen Aufgabe entrissen und erhalten in seinen Bildern eine neue Funktion. Der Künstler beschäftigt sich mit der Darstellung von Menschen, ihrem Inszenierungs- und Selbstinszenierungsdrang sowie deren Auftreten in Massen. In Lang`s Collagen wird der Raum aufgebrochen und es beginnt ein Spiel mit den Dimensionen.

So Als Ob

Der Künstler liebt das Spiel Sein versus Schein. Durch das Zusammenspiel von Malerei und Collage baut Florian Lang künstliche Welten, deren konstruierte Künstlichkeit oft erst im Detail erkannt werden kann.
Das „So tun als ob“ ist eine Triebfeder und wird zur Allegorie für die vorherrschende Medienindustrie. Diese tut auch so, als ob! Nur bleibt die Manipulation der Bilder oftmals im Verborgenen, man versuch,t uns gezielt zu täuschen. Florian Lang bedient sich einer ähnlichen Vorgangsweise, lässt diese aber für den Betrachter klar ersichtlich werden.

Das irritative Moment spielt eine wesentliche Rolle in seinen Arbeiten: Dinge werden zusammengesetzt, die eigentlich nicht zusammenpassen und dennoch geglaubt werden. Bei der täglichen Konfrontation mit Bildern verknüpft unser Bewusstsein andauernd Eindrücke, die physikalisch niemals miteinander koexistieren könnten. Sie suggerieren uns einen Teil unserer individuell gefertigten Realität und „So Als Ob“ wird zur Metapher jenes Zustandes.

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