Karner Johann
prägend war ein zweijähriges auslandsstudium an der kunstakademie in bratislava bei prof. daniel fischer.
zeichen und symbole der mythen sind angelpunkte der bildkompositionen. es werden mischtechniken verwendet (öl,
tamara, etc.), die für die vielfalt an strukturwirkung der oberflächen verantwortlich sind. das zeichen ist eine
zwischenstufe zwischen bild und schrift. malerisch wird so interpretiert, was das zeichen als eine art katalysator an
bedeutung befördert.
in den neueren arbeiten verschwindet das konkrete zeichen zusehends zugunsten einer stärker werdenden abstraktion.
gleichzeitig kommen alltägliche gegenstände, auf aluminium gedruckt, als bildunterlage verfremdet, zur verwendung.
modernes alltägliches und alte mythen werden zusammengebracht.
in den letzten arbeiten kommt das element des kreises, bis jetzt vorzugsweise nur in den metallobjekten sichtbar, verstärkt auch in der malerei vor. eine überblendung der beiden werkgruppen – metallobjekte und malerei – wird immer
deutlicher.
johann karner – metallobjekte
johann karners objekte entstehen seit ende der 80er jahre. eine wesentliche werkgruppe bilden dabei die ‚magnetobjekte’.
von der monochromen malerei ausgehend, deren tiefes, meditatives element den künstler beeindruckte, entwickelte
er sich zu den hier gezeigten arbeiten. bindemittel ist im falle der malerei, was bildgrund und farbe zusammenhält. im falle von karners objekten ist es die energie, der magnetismus.
wenn man diese objekte wahrnimmt, erscheinen sie zunächst ganz selbstverständlich. es wird kaum bewusst, dass es
tatsächlich energie, spürbare, erlebbare schwingung ist, die das bildmaterial fixiert. dieses material erscheint zunächst
auch alltäglich, die spiralen, denen jedoch eine uralte symbolik innewohnt. so werden zwei urprinzipien zu einem kunstwerk vereint.
magnetismus ist sinnbild für starke anziehung und abstoßung, für polarisierung, für das erscheinen einer kraft, die offensichtlich in der materie wohnt und für die menschlichen sinne doch unerfassbar bleibt: eine art strahlung, die ein feld definiert und ihre umgebung ordnet. johann karner lässt sich auf diese inneren ordnungskräfte des magnetismus ein und formt entsprechend dieser kraft die metallspiralen zu objekten. in diesen werken kommt genauso eine universelle ordnung zum vorschein, wie bei jeder anderen wirkung des magnetismus auch.
johann karner
1957 in wr. neustadt geboren
lebt und arbeitet im burgenland und in wien
1994-96 studium an der akademie der bildenden künste –
bratislava – prof. fischer
ausstellungen/beteiligungen:
1994 „resultate”, palais clam gallas/salle de bal, wien
1995 „jahresausstellung”, palais palffy, bratislava
1996 „S.E.R. – gemeinschaftsstiftung”, galerie smend, köln
1999 „personale”, eventroom kotschever, wr. neustadt
2001 „ankauf : bgld”, landesgalerie eisenstadt
2001 „bleisCHwarz”, st.peter/sperr, wr. neustadt
2002 „that’s new”, ig bildende kunst, wien
2002 „soho in ottakring” (mit hans wetzelsdorfer)
2002 „Guck!!Kastengalerie”, stadtmuseum st. pölten
2003 „orte – raum – skulptur“, neufeld/bgld.
2003 „Lebenszeichen“, stadtmuseum st. pölten
2004 „Euregio“, kunsthalle szombathely
2004 „Grenz(t)räume“, klingenbach, neufeld
2004 „Das letzte Abendma(h)len“, stadtmuseum st. pölten
2005 „no dream is ever lost“, artbox mattersburg
2005 galerie KunstReich, bad tatzmannsdorf
2005 „gegenständliches & serielles“, NN-fabrik, oslip
2005 „Euregio“, Bela Bartok-Center Györ/Landesgalerie Eisenstadt
2005 galerie „alte schule walbersdorf“, mattersburg
2006 „points, fields & spots“ (mit f. rittsteuer), haus im puls, neusiedl
2006 grafik-triennale, grenchen (CH)
katalog/erwähnung:
„ankauf : bgld” – werke aus der artothek d. bundes
karoly kokai: „müvek kiallitasok irasok”
Kontakt:
Tel: 0699/1956 53 38
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