Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Axel Zwingenberger meets Lila Ammons – Boogie Woogie & Blues

Fr, 22. März 2013, 19.30 Uhr, KUZ Eisenstadt
(World Music/Jazz-Abo und freier Verkauf)

Zwingenberger und Ammons – diese beiden Namen wirken wie elektrisierend in der Boogie Woogie und Blues-Welt. Nun haben sich die Enkelin des großen Pianisten Albert Ammons, die Sängerin Lila, und der Pianist Axel Zwingenberger zusammengefunden, um das Publikum mit einfühlsamen Blues und wilden Boogies zu begeistern. Im Mittelpunkt des Programms stehen dabei Kleinode aus dem weiten Feld des frühen Blues, die heute im Nebel des Vergessens zu verschwinden drohen. Hier treffen sich zwei geniale Solisten zum gemeinsamen Musizieren – ein Konzert der Superlative!

Der Pianist Axel Zwingenberger aus Hamburg ist ein Garant für großartigen, rollenden Boogie Woogie. Axel zählt heute zu den versiertesten und brilliantesten Vertretern dieser Musikform weltweit. Seine Zusammenarbeit mit amerikanischen Starmusikern wie Lionel Hampton, Big Joe Turner, Lloyd Glenn, Sippie Wallace, Jay Mc Shann formten Axels persönlichen Stil und festigten seine internationale Reputation. Sie sind auch wertvolle Zeugnisse der Begegnung von Schwarz und Weiß, Jung und Alt, Erfahrung und Begeisterung. In seiner langen und bemerkenswerten Karriere kann Axel auf eine beachtliche Leistung zurückblicken: Über 4.000 Auftritte in über 50 Ländern auf vier Kontinenten, 28 CDs unter eigenem Namen veröffentlicht, über 350 aufgenommene Songs, ein Notenbuch mit authentischen Transkriptionen seiner Werke, Platten- und Filmaufnahmen und Konzerte mit den Rolling–Stones-Musikern Charlie Watts und Bill Wyman. Außerdem ist er der Autor und Fotograf des einmaligen Fotobandes „Vom Zauber der Züge“ über Dampfeisenbahnen.

Lila Ammons ist die Enkelin des charismatischen Boogie Woogie-Pianisten Albert Ammons und die Nichte des Tenorsax-Giganten Gene Ammons aus Chicago. Bereits als 3-jährige begann sie zu singen und Klavier zu spielen und widmete sich später dem Studium des Klavier- und Violinspiels. Als erfolgreiche Opernsängerin war sie jahrelang auf amerikanischen und europäischen Bühnen zu bewundern. Vor achtzehn Jahren fand sie zufällig in einem Antiquariat in New York das Buch von John Hammond, dem großen Jazzpromoter, der ihren Großvater zusammen mit den anderen Großmeistern des Boogie Woogie, Pete Johnson und Meade Lux Lewis und dem Bluesshouter Big Joe Turner, zum legendären „Spirituals to Swing“-Konzert 1938 in die Carnegie Hall in New York einlud. Es markierte für sie den Beginn des Kennenlernens ihrer Herkunft und einer für sie bis dahin im Dunkeln liegenden Musikwelt. Sie kehrte von New York nach Minnaepolis zurück, wandte sich schrittweise dem Jazz und Blues zu und ersang sich mit ihren exzellenten Gesangsfähigkeiten seit einigen Jahren großen Respekt. Axel Zwingenbergers Initiative ist es zu verdanken, dass sich Lila des hundertsten Geburtstages ihres Großvaters be-wusst wurde, und so entstand die begeistert aufgenommene Idee zu seinen Feierlichkeiten, die sie 2007 organisierte. Für Lila hat sich die Welt des Jazz und Blues eröffnet, an welcher sie teilnimmt und dadurch die Möglichkeit erhält, das herausragende Erbe ihres Großvaters würdevoll zu vertreten.

Pressestimmen:

„Axel Zwingenberger besitzt die Tiefe des Blues, die Leichtigkeit des Swing, ein untrügliches Gespür für Akzente und eine Spur Verwegenheit. Dass sein Boogie Woogie so gar nichts Stereotypes an sich hat, aber über Stunden ohne lähmende Längen funktioniert, liegt an jener speziellen Technik, die von der Ausbildung am klassischen Klavier her rührt. In knallroten Schuhen stampft er unermüdlich den Takt dazu.… Mit dynamischer Rhythmik und punktgenauer Phrasierung in der improvisierenden rechten Hand sprengt er die unerbittlichen Bluesvorgaben der linken. Makellos vollkommen seine Temposicherheit, überraschend originell die jeweiligen Schlussakkorde. Zum Finale spielt er traumhaft enthemmt, riskiert Waghalsiges bei atembe-raubenden Geschwindigkeiten – ihm gelingt einfach alles.“ (Offenbach Post)

„Axel Zwingenberger hat den fast schon vergessenen Early-Jazzpiano-Stil des Boogie Woogie Anfang der Siebziger fast im Alleingang wieder aus der Versenkung geholt und nicht nur in Deutschland wieder salonfähig gemacht.“ (Süddeutsche Zeitung)

Karten und Informationen:

Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt
7000 Eisenstadt, Franz Schubert Platz 6
T: 02682/719-1030, F: 02682/719-1013
eisenstadt@bgld-kulturzentren.at
Webshop: www.bgld-kulturzentren.at
und in allen Raiffeisenbanken sowie bei Ö-Ticket: 01/96096
Karten: € 27,- / 25,- / 23,-

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