Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Moments de la journée Konzert

In einer neuen Produktion für das Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt erwecken die Stars der Jugendkompanie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper gemeinsam mit der renommierten Österreichisch-Ungarischen Haydn Philharmonie Kompositionen ihres Namenspatrons zu verzaubert bewegtem Leben. Vor einer Bühnenkulisse aus der Feder von Maler Sepp Laubner wird Haydns Symphoniezyklus „Die Tageszeiten“ hör- und sehbar interpretiert.

Fr., 29. Mai, 19.30 Uhr, Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt

Zur Produktion „Moments de la journée“
Joseph Haydns Symphoniezyklus „Die Tageszeiten“ ist wohl der erste Reigen aus Kompositionen, den Haydn als Vizekapellmeister am Hofe der Esterházys anno 1761 komponiert hat. Die Stücke über das Burgenland beruhen offensichtlich auf programmatischem Inhalt – der Beginn der Symphonie „Le matin“ erinnert z.B. an einen Sonnenaufgang am See, während das Finale von „Le soir“ mit „La tempesta“ überschrieben ist und ein Gewitter darstellt.

Die hochvirtuose Musik – von Haydn dem hervorragenden Orchester am Hofe von Fürst Paul Anton auf den Leib geschrieben – wird nun in einer neuen Produktion für das Kultur Kongress Zentrum Eisenstadt interpretiert, in zweierlei Ausdrucksform. Zum einen von den herausragenden Musikern der Österreichisch-Ungarischen Haydn Philharmonie. Zum anderen setzen die Tanzstars der Jugendkompanie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper die Stücke „Le matin“, „Le midi“ und „Le soir“ zeitgemäß „klassisch-modern“ um. Die Choreografie zur Produktion „Moments de la journée“ übernimmt die international renommierte Choreographin und u.a. Direktorin des Internationalen Wiener Ballett & Tanz Wettbewerbs, Evelyn Téry.
Für den Bühnenhintergrund zeichnet der burgenländische Maler Sepp Laubner verantwortlich.

Über die Österreichisch-Ungarische Haydn Philharmonie
Die Österreichisch-Ungarische Haydn Philharmonie wurde 1987 von Adam Fischer zusammen mit den Internationalen Haydntagen auf Schloss Esterházy Eisenstadt gegründet. Fischers Anliegen war es, ausgewählte Musiker beider Staaten noch vor dem Fall des „Eisernen Vorhanges“ musikalisch zu vereinen, um gemeinsam das Werk Joseph Haydns in jenem historischen Saal auf Schloss Esterházy aufzuführen, für den er einen Großteil seiner Werke komponiert hatte.

International hat sich das Orchester durch zahlreiche erfolgreiche Tourneen innerhalb Europas sowie durch die USA und Asien etabliert: Einladungen in das Wiener Konzerthaus und in den Musikverein, in den Budapester Palast der Künste, die Zürcher Tonhalle, das Festspielhaus Baden Baden, die Berliner Philharmonie, in das Auditorio Nacional Madrid oder in den Palau de la Musica in Barcelona, zu den Londoner „Proms“, zum New Yorker „Mostly Mozart“ Festival, in die Suntory Hall Tokyo, das Seoul Arts Center oder in das National Center of Performing Arts in Beijing zeugen von der Entwicklung zu einem international renommierten Klangkörper.

Die Haydn Philharmonie hat mit Adam Fischer zwischen 1987 und 2001 sämtliche Haydn-Symphonien eingespielt. Zwei CDs in Zusammenarbeit mit MDG Dabringhaus & Grimm erhielten 2006 und 2008 den renommierten Deutschen Musikpreis „Echo Klassik“. Eine Aufnahme mit Mozarts Klarinettenkonzert mit Sharon Kam wurde 2011 mit dem Diapason D’Or ausgezeichnet.
Mit der Saison 2015/16 übernimmt Nicolas Altstaedt die künstlerische Leitung der Haydn Philharmonie. Maestro Adam Fischer bleibt dem Orchester als Ehrendirigent bei den von ihm mitbegründeten Internationalen Haydntagen und für einzelne Konzertprojekten erhalten.

Über die Jugendkompanie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper
Die Jugendkompanie der Ballettakademie der Wiener Staatsoper wurde 2013 ins Leben gerufen und gibt ausgewählten Talenten nach dem Absolvieren des Diploms die Möglichkeit, in ein bis zwei Jahren so viel Bühnenerfahrung wie möglich zu sammeln.
Gegenwärtig umfasst das Ensemble zwölf junge Tänzerinnen und Tänzer, die in den Ballettabenden der Wiener Staatsoper (z.B. „Schwanensee“, „Nussknacker“, „Romeo und Julia“) und der Volksoper Wien (z.B. „Märchenwelt Ballett“) mittanzen. Außerdem wirken die TänzerInnen in allen Eigenproduktionen der Jugendkompanie sowohl in der Gruppe als auch solistisch mit.
Das Programm der Jugendkompanie setzt sich zum größten Teil aus bereits bestehenden Choreografien der Ballettakademie zusammen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die reiche Tradition des österreichischen Ballettschaffens. Darüber hinaus wird gerne mit neuen Einstudierungen das Repertoire erweitert. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation mit der Österreichisch-Ungarischen Haydn Philharmonie und die Produktion „Moments de la journée“ über Haydns Tageszeitensymphonien „Le matin“, „Le midi“ und Le soir“.

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