Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Stefanie Werger besingt wieder die Liebe

Abende voller Gefühl und Poesie verspricht Stefanie Werger, wenn sie im Herbst samt Band endlich wieder zu einer, wie sie sagt, „leisen Tour“ aufbricht und in den Kulturzentren Burgenland zwei Stopps einlegt. Zurück auf der Bühne, präsentiert die Sängerin mit der unverkennbaren Stimme ihre schönsten Liebeslieder.

Freitag, 24. Oktober 2014, 19.30 Uhr, KUZ Oberschützen
Sonntag, 16. November 2014, 19.30 Uhr, KUZ Eisenstadt

Zum Konzert
Seit den 1990er-Jahren wechselt sie erfolgreich immer wieder ins Autorenfach und hat auf Buchseiten beispielsweise ein flammendes, aber überaus umstrittenes Plädoyer für ihre Leidenschaft, das Rauchen, abgelegt, Kochrezepte gebündelt oder eine Lanze für das Singleleben als Powerfrau gebrochen. Wiederum in der Rolle der Kabarettistin ist Stefanie Werger, natürlich begleitet von Musik, unter anderem der Meinung, „Alles wird gut!“.

Doch nach insgesamt vier gelungenen Kabarettprogrammen und einem zuletzt fulminanten Konzert in der Wiener Stadthalle verspürt die Künstlerin wieder große Lust, singend zum Mikrofon zu greifen – dies in alter wie beliebter Manier. Denn im Herbst macht sich die Allrounderin mit der rauchigen Stimme endlich wieder zu einer Konzerttournee auf, in der sie ihre schönsten Liebeslieder präsentiert. Und davon ist das große Repertoire der Steirerin reich gespickt. Zu den Melodien mit sensiblen wie kritischen Texten, die bis heute nichts von ihrer Magie verloren haben, zählen beispielsweise “ I wü di g’spian“, „Alles was zählt“, “ Ich zeig dir meinen Himmel“, „Blumen im Sand“ oder „Sehnsucht nach Florenz“.

Selbst bezeichnet Stefanie Werger ihre Herbstkonzerte als ihre „leise Tour“, bei der es ausschließlich um Liebe geht. Denn jene Liebe, die ihr ein treues Publikum seit Jahrzehnten entgegenbringe, wolle die Künstlerin gemäß ihrem Credo „Die Bühne ist der Flughafen meiner Seele“ live zurückgeben. Dabei wird sie einfühlsam wie virtuos von hochkarätigen Musikern wie Goran Mikulec (Gitarre), Andy Radovan (Gitarre) und Martin Payr (Klavier) begleitet.
Ein weiteres Zuckerl für ihre Fangemeinde: Zu den Konzerten wird es auch ein Album mit ihren schönsten Liebesliedern geben.

Über Stefanie Werger
Die am 2. Juli 1951 bei Köflach geborene Steierin erlernte als Kind Flöte, Klavier und Violine, später studierte sie Musik in Graz, brach die klassische Grundausbildung aber ab und wandte sich der Rock- und Popmusik zu. Zehn Jahre lang war Stefanie Werger als Sängerin regionaler Bands und mit Coverversionen bekannter Lieder im deutschsprachigen Raum unterwegs.
Erst mit 30, als sie an eine musikalische Karriere nicht mehr geglaubt hatte, wurde sie bei ihrem letzten Tanzmusikengagement am Wörthersee vom Wiener Verleger Herbert Kefeder entdeckt.

Werger erhielt ihren ersten Plattenvertrag und brachte 1982 ihr Musikdebüt mit dem selbstbewussten Titel „Die Nächste bin ich“ heraus. Bis heute veröffentlichte die facettenreiche Künstlerin im Laufe ihrer Karriere 15 Alben und konnte neun Platinauszeichnungen entgegennehmen. 2003 gewann die „Liederatin“, wie sie sich selbst bezeichnet, den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie „Beste Künstlerin Rock/Pop national“, sieben Jahre später folgte das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark.

Mit ihrem 1998 erschienenen Studioalbum „Mit uns die Zeit“ verabschiedete sich die Rockpoetin vorerst von der Bühne und verlegte sich aufs Schreiben. Und auch als Autorin hat sich „Die Werger“ bereits ab 1991 eine große Fangemeinde aufgebaut, ihre Bücher etwa über das Singleleben, über Katzen oder Diäten platzierten sich wochenlang in den Verkaufscharts – und sorgten für Aufsehen. Denn mit ihrem Buch „Ich rauche!“, in dem sie sich 2006 vehement gegen die Bevormundung von Rauchern durch die Politik aussprach, löste die heute 62-Jährige eine heftige Debatte aus.

Bereits 2001 schrieb sie ihr erstes Kabarett-Programm „Ganzkörperkultur“, mit dem sie erfolgreich auf Österreich-Tournee ging. Auch mit ihren nachfolgenden Werken „Frauen wollen nur das Eine“, „50 plus-Gnadenschuss?“ sowie „Alles wird gut!“ (2013) feierte Stefanie Werger neuerlich Bühnenerfolge – wie immer, ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

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