Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Das Tourismusjahr 2015 bei Esterhazy: Erfolgreiche Jahresbilanz und starkes Wachstum

• Schloss Esterházy: Mit 193.000 Besuchern konnte Gästezahl seit 2009 mehr als verdoppelt werden. Starkes Plus von 28 % im Vergleich zu 2014 bei Veranstaltungen
• Ausstellungen als besonderer Besuchermagnet: Burg Forchtenstein verzeichnet Besucherplus von 27 % und Schloss Lackenbach +29 % gegenüber Vorjahr
• Steinbruch St. Margarethen: Begeisterte Pressestimmen und Besucher bei Tosca (95% Auslastung) sowie Besucherplus von 15 % bei Führungen durch den Steinbruch gegenüber Vorjahr
• Mehr als 20.000 Besucher beim Pannonischen Advent und rund 3.000 Gäste bei der größten Silvesterparty des Burgenlandes vor dem Schloss Esterházy

Mit mehr als 400.000 Besuchern jährlich sind die Esterhazy Tourismus- und Kulturangebote in ihren vielfältigen Ausprägungen heute die stärksten Besucher-Magnete im Burgenland und im pannonischen Raum. Neben der wesentlichen historischen Bedeutung der Kulturdenkmäler – Schloss Esterházy, Schloss Lackenbach, Burg Forchtenstein sowie der Steinbruch St. Margarethen – ist ihre aktuelle Rolle für den burgenländischen Tourismus in einem modernen, zeitgemäßen Kontext wesentlich. Entgegen des Trends von stagnierenden Besucherzahlen im Burgenland kann Esterhazy schon seit Jahren hohe Zuwächse verbuchen. Die außerordentlich starke Entwicklung der Besucherzahlen liegt zum einen in der hohen Qualität der Tourismus- und Kulturangebote wie Konzerte, Ausstellungen aber auch Events und Veranstaltungen. Zum anderen trägt die breite Herkunft der Gästegruppen zum stetigen Wachstum bei. Gerade in einer Zeit, in der ländliche Bereiche besonders stark von konjunkturellen Schwankungen im Tourismus betroffen sind, ist eine breite Diversifizierung ein essentieller Faktor für steigende Gästezahlen. Die Herkunft der Besucher von Esterhazy, Inland 40 % und Ausland 60 %, steht im starken Kontrast zur Gästestruktur des gesamten Burgenlandes (lt. Statistik Bgld Sep. 2015: 78 % Inland / 22 % Ausland).

Die bedeutendsten Kulturstandorte im Burgenland im Detail:

Schloss Esterházy
Waren es bei der Übernahme des Schlosses vom Land Burgenland 2009 noch jährlich 90.000 Besucher, konnten die Besucherzahlen 2015 auf rund 193.000 Besucher mehr als verdoppelt werden. Die vier Ausstellungen im Schloss Esterházy – Das Appartement der Fürstin, Glanzlichter des Schlosses Esterházy, Haydn explosiv und das Weinmuseum – erfreuen sich großer Beliebtheit. Das gesamte Schlossquartier in Eisenstadt ist heute ein beliebter Treffpunkt für Einheimische wie für Besucher. Durch Verknüpfung kultureller, touristischer, gastronomischer und gewerblicher Einrichtungen rund um Schloss Esterházy entstand in den vergangenen Jahren ein hochattraktives Gesamtbild. Das Schlossquartier ist ein wirtschaftlicher Impulsgeber sowohl für die Stadt als auch für die Region und mit über 250 Veranstaltungen im Jahr ein repräsentativer Empfangs-, Kultur- und Veranstaltungsort.

Der sehr positive Trend bei den Veranstaltungsbesuchern lässt auf die hohe Akzeptanz und Etablierung bewährter Programme wie classic.Esterhazy und den Adventmarkt im Schloss schließen. Aber auch attraktive Neuerungen wie die Kinderoper „Die Schneekönigin“ von Sergej Banewitsch unter der Patronanz von Anna Netrebko im Haydnsaal von Schloss Esterházy mit knapp 10.000 Besuchern oder das Pannonischen Jugendsinfonieorchester waren ein durchschlagender Erfolg.

Ausblick 2016: Auf vielfachen Wunsch der Besucher und im Andenken an die letzte Fürstin, Melinda Esterházy, ist für den Frühsommer eine eigene Ausstellung mit dem Titel: Melinda und Paul Esterházy – Höhepunkte eines bedeutenden europäischen Fürstengeschlechtes im 20. Jahrhundert“ in Vorbereitung. Die Wiederaufnahme der erfolgreichen Kinderoper „Die Schneekönigin“ sowie das Konzertformat classic.Esterhazy werden auch 2016 mit einen qualitativ hochwertigen Programm Besucher anlocken. Mit den beiden Festivals „Lovely Days“ und „Nova Jazz & Blues Night“ von Ewald Tatar im Schosspark Esterhazy wird ab 2016 ein noch breiteres Publikum bedient.

Burg Forchtenstein
2015 konnte die Burg Forchtenstein, als zweites burgenländisches Wahrzeichen mit rund 89.000 Besuchern ein absolutes Spitzenergebnis erzielen – eine Steigerung von mehr als 5 % gegenüber dem Vorjahr. In der unteren Bastei wurde auf Grund des gestiegenen Anspruchs der Besucher nach einem adäquaten Restaurant auf der Burg Forchtenstein nach nur acht Monaten Bauzeit das Café Restaurant Grenadier eröffnet. Das Grenadier verbindet die über 500 Jahre alte Patina der historischen Burganlage mit den zeitgemäßen Wünschen der Besucher. Esterhazy hat in diesen wichtigen Impulsgeber für den Tourismus in der eher strukturschwachen Region Rosalia und dem Bezirk Mattersburg rund € 2,3 Millionen investiert.

Schloss Lackenbach
Im heurigen Jahr konnten im Schloss Lackenbach mehr als 19.000 Besucher begrüßt werden. Das Renaissanceschloss ist damit ein bedeutender Kulturstandort in der eher strukturschwachen Region Mittelburgenland. Die Ausstellungen mit jährlich wechselnden Sonderausstellungen sind mit einem Besucherplus von 29 % wahre Besuchermagnete. Erfreuliche Rückmeldungen konnten das Kinder- und Schulprogramm und spezielle Kinderworkshops mit Schwerpunkt Wald, Fluss und Waldtiere verzeichnen.

Steinbruch St. Margarethen
Der Steinbruch in St. Margarethen ist heute eine der schönsten und imposantesten Freiluft-Arenen Europas und erlebte unter dem Eigentümer Esterhazy seit dem Jahr 2006 einen umfassenden Ausbau des Festivalareals. Der neue Veranstalter der Oper, die Arenaria GmbH, sorgte 2015 bereits zum zweiten Mal für ausverkaufte Vorstellungen. „In St. Margarethen steigt man mit einem 25 Meter hohen Engel wie der Phönix aus der Asche der Konkursdebatten und hat gleich den Fingerzeig Richtung Bregenz parat.“, so begeisterte Pressestimmen zur Oper „Tosca“ (Gerald Heidegger, ORF.at, 10.07.2015). Neben den Opernvorstellungen gab es im vergangenen Sommer auch zwei herausragende Konzert-Events im Steinbruch von St. Margarethen: Mark Knopfler sowie Gregory Porter und George Benson waren zu Gast. Darüber hinaus erfreuen sich die Steinbruch-Führungen großer Beliebtheit und verzeichnen ein Besucherplus von 15 % gegenüber dem Vorjahr. Für 2016 verspricht die vergnügliche Oper „Der Liebestrank“ von Donizetti große Arien, brennende Herzen und romantische Turbulenzen mit italienischem Temperament auf der Ruffinibühne im Steinbruch.

Pannonischer Advent und Silvesterparty

An den ersten drei Adventwochenenden verwandelten sich die schönsten Kulturdenkmäler des Burgenlandes wieder zu den wohl stimmungsvollsten Weihnachtsmärkten des Landes und lockten beim Pannonischen Advent insgesamt mehr als 20.000 Besucher an. Rund 3.000 Gäste feierten den Jahreswechsel vor der imposanten Kulisse des Schlosses Esterházy. Die größte Silvesterparty des Burgenlandes war ein stimmiger Abschluss des Veranstaltungskalenders 2015.

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