Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Irish Christmas

Original irische Weihnachtsshow mit Live-Musik, Gesang und Tanz „Nollaig Shona Duit“, nämlich frohe Weihnachten auf Irisch, heißt es im Dezember im Kulturzentrum Güssing. Die farbenprächtige, vielklingende und wortwörtlich traditionsreiche Show holt die Festtagsbräuche voller irischer Lebenslust von der Grünen Insel ins Burgenland.

Samstag, 03. Dezember 2016, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Güssing

Über die Inszenierung
„Irish Christmas“ – das ist ein Abend mit mitreißender Instrumentalmusik, Gesang und der berühmten irischen Tanzfreude. Die Show ist zugleich eine Reise in die irische Vergangenheit, zurück zu den alten Weihnachtstraditionen der Grünen Insel, aber auch ein Ausblick auf die irischen Weihnachtsbräuche der Gegenwart.

Mit einer dieser Traditionen beginnt die Show: mit der Kerzenzeremonie. Die zu Heiligabend ins Fenster gestellte brennende Kerze soll ein Willkommenslicht für Maria und Joseph sein, deren Suche nach einer Herberge in Bethlehem man mit diesem Brauch gedenkt. Danach stellen Tänzer, Sänger und Instrumentalisten in 26 Szenen Bräuche zum Fest vor, das im Irischen oder Gälischen „Nollaig“ heißt. Atemberaubende Stepptänze bieten temporeiche Abwechslung. Einlagen wie der Auftritt zweier Tänzer in einem weißen Pferdekostüm – Pferde stehen in der keltischen Religion mit vielen Gottheiten in Verbindung – oder der Besentanz verbinden feierliche Momente mit Humor.

Insgesamt ist Weihnachten in Irland ein fröhliches, aber auch stimmungsvolles Fest in großer Familien- und Freundesrunde mit viel Musik, Tanz und Gesang. Fröhliche Weihnachten wünscht man sich in Irland übrigens entweder auf Irisch mit „Nollaig Shona Duit“ (spricht sich etwa wie Nolligkonnarüt(sch)) oder auf Englisch: Happy Christmas! Auch zu Weihnachten ticken die Uhren in Irland anders als anderswo, gibt es dort doch so eigentümliche Festtagsbräuche wie das Weihnachtsschwimmen in der eiskalten Irischen See oder die musikalischen Mummenschanz-Umzüge der mit fantasievollen Strohmasken und bunten Gewändern verkleideten Wrenboys. Der irische Weihnachtsmann darf sich nach Ablieferung der Geschenke, die man erst am Morgen des 25. Dezember öffnet, sogar mit Guinness und sogenanntem mince pie stärken, während die Iren im Allgemeinen auf ihren heißen WeihnachtsWhiskey-Punsch mit Zitrone, Gewürznelken und braunem Zucker als Winterwärmer schwören. Weit verbreitet ist auch das vorweihnachtliche Schmücken der Haustüren mit einem Stechpalmenkranz oder das Ins-Fenster-Stellen einer brennenden Kerze zu Heiligabend, um Maria und Joseph auf der Suche nach einer Herberge willkommen zu heißen.

All diese Festtagstraditionen der Grünen Insel bringt die Show „Irish Christmas“ mit diesem Abend voller irischer Lebenslust nun auch ins Burgenland.

Über das Ensemble
Mit einem Liederabend, den der damals 30-jährige Journalist Ernst Landgraf 1945, ein halbes Jahr nach Kriegsende, in Titisee-Neustadt im Schwarzwald veranstaltete, begann die Geschichte der Konzertdirektion Landgraf. Schon bald – und daraufhin für viele Jahrzehnte – vertrat Landgraf u.a. auch die Wiener Sängerknaben. 1957 wurde das Programm der Konzertdirektion um Ballettproduktionen erweitert, in den 1960erJahren kamen Schauspielproduktionen hinzu. Die erste Produktion, Henrik Ibsens „Gespenster“ (1960), war mit Schauspielern des Wiener Burgtheaters besetzt. Es folgten zahlreiche Bühnenproduktionen mit Größen wie etwa Attila Hörbiger, Christiane Hörbiger, Ewald Balser, Käthe Gold, Joachim Fuchsberger, Inge Meysel, Will Quadflieg, Walter Giller und Nadja Tiller. 1964/65 erschien erstmals der Name „Euro-Studio“, unter dem die Theater-Eigenproduktionen der Konzertdirektion Landgraf bekannt sind.

1974 übernahm Joachim Landgraf, der Sohn des Gründers, die Leitung des Unternehmens. 1975 wurden Musiktheater mit Opern, Operetten und Musicals auf Tournee geschickt. Längst zum umfangreichen Tourneetheaterbetrieb angewachsen, gehören Stücke von Alan Ayckbourn, JeanPaul Sartre und Gerhart Hauptmann, aber auch die der neueren deutschsprachigen Autoren wie Siegfried Lenz, Martin Walser, Heinrich Böll und Peter Turrini zum ständigen Repertoire.

Zum ständigen Begleiter des Euro-Studios Landgraf zählen Ehrungen: Von 1985 bis 2008 erhielten 40 Landgraf-Produktionen aus dem Bereich Schauspiel einen Preis der INTHEGA (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen). Vier INTHEGA-Preise gingen an die seit 2002 ausgelobten Sparten Musiktheater bzw. Crossover. Sechs der Tournee-Produktionen des Euro-Studios Landgraf sind für den INTHEGA-Preis 2016 nominiert, darunter „Des Teufels General“ und „Kiss me, Kate“. Beide Produktionen waren in den Kulturzentren bereits zu sehen.

Mit einem vielfältigen Angebot aus Musical, Crossover, Tanz, Akrobatik, Entertainment, Klassisches Ballett, Modern Dance, Stepptanz, Konzert und Chanson feiert die Konzertdirektion Landgraf in der Saison 2015/16 ihr 70-jähriges Bestandsjubiläum.

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