Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Neuer Vorstand im OHO

Seit gestern, Sonntag, verfügt das Offene Haus Oberwart (OHO) über einen neuen Vorstand. Neuer Obmann ist der Schriftsteller und Regisseur Peter Wagner, der schon bei der Gründung des vormaligen Jugendhauses im Jahr 1980 eine tragende Rolle spielte. Ein überaus ausgewogener und engagierter Vorstand, der die junge Generation, etablierte Erfahrungen und neue Innovationen einbindet, wird die Geschicke des Hauses die nächsten zwei Jahre lenken. Als Geschäftsführer wurde Alfred Masal wieder bestätigt. (Weiter Mitglieder des Vorstandes sind: Ulrike Hölzl-Raht, Jürgen Pokorny, Wolfgang Horwath, Marianne Mészáros, Georg Müllner, Miriam Herlicska und Raimund Schmidinger)

Seit 1989 steht das Offene Haus Oberwart für autonom entwickelte Kunst und Kulturarbeit in einer historischen Grenzregion, die durch den Fall des Eisernen Vorhangs zusätzlich an Bedeutung gewonnen hat. Es ist darüber hinaus die einzige kontinuierlich selbst produzierende Kulturinitiative des Landes. Seien es Theatereigenproduktionen oder Jahresprojekte (heuer zum Thema Frauen und 90 Jahre Burgenland in Kooperation mit dem Frauenbüro der LR Verena Dunst), Programmschwerpunkte wie die Tanztage mit Liz King, Buchwoche, oder Filmtage – immer ist das Haus bemüht Künstler der Region mit in seine Arbeit einzubinden. Ihnen eine Plattform und ein künstlerisches Betätigungsfeld zu bieten.

Darüber hinaus ist das OHO auch bemüht durch zahlreiche Kooperationen die Kulturarbeit der zeitgenössischen Kunstszene zu fokussieren. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen des Landes, Macht/schule/theater (Bundesministerium) Frauenbüro der Landesregierung, Kuga, Frauen für Frauen, SOS-Mitmensch, KIBU, IG-Kultur, Sängerschmiede, KBK oder mit dem Messezentrum Oberwart sind nur einige Beispiele dafür.
Ein Statement des neu gewählten Obmanns, Peter Wagner verdeutlicht die Notwendigkeit freier Gedanklicher und künstlerischer Räume, die so maßgeblich sind für eine Entfaltung künstlerischen Schaffens.

„In einer Zeit, die sich fast ausschließlich an den Gepflogenheiten, Gesetzmäßigkeiten, ja der Tyrannei des Marktes orientiert, sehe ich es als meine Aufgabe, mich wieder verstärkt für die Existenzberechtigung der Kunst als reflektierendes, hinterfragendes Teil der Gesellschaft zu engagieren“, erklärt Peter Wagner. „Für mich ist das OHO nicht nur ein gewachsenes Juwel mit einer soliden Struktur, sondern geradezu eine Bastion trotzigen Beharrens auf dem je Eigenen der Kunst – und das ist gerade deshalb so reizvoll, weil sich diese Bastion mitten in der Provinz erhebt.“

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