Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Harry & Sally

Die Vorlage mit Meg Ryan und Billy Crystal in den Titelrollen hat zweifelsfrei Filmgeschichte geschrieben. Nun legt die Schaubühne Wien mit der Bühnenvariante des Hollywoodklassikers erstmals einen Tourstopp im Burgenland ein.

Samstag, 14. März 2015, 19.30 Uhr, KUZ Oberschützen
Sonntag, 15. März 2015, 19.30 Uhr, KUZ Mattersburg | Spielort KUZ Eisenstadt

Zur Inszenierung
Ihren Fixplatz in der internationalen Filmgeschichte hat die witzige und romantische Komödie mit Meg Ryan und Billy Crystal längst eingenommen. Nun erobern „Harry & Sally“ aus der Feder der US-amerikanischen Drehbuchautorin und Filmregisseurin Nora Ephron („Schlaflos in Seattle“ und „E-Mail für dich“) auch Theatersäle, die erfolgreiche Bühnenfassung stammt von der britischen Drehbuchautorin Marcy Kahan.
Das amüsante Ergebnis hat die Schaubühne Wien unter der Regie von Marcus Strahl auf ihren Tourplan gesetzt und macht damit erstmals im Burgenland Station.
In den Kulturzentren Burgenland ist mit den SchauspielerInnen Christiani Wetter, Michael Duregger, Leila Strahl und Stefan Rager beste Abendunterhaltung garantiert. Denn Kahans neue Fassung richtet den Hollywoodklassiker originell und geschickt für die Bühne ein und bietet so die ideale Grundlage für einen schlagfertig witzigen, wie romantischen Theaterabend. Geistreiche Dialoge, flinke Szenenwechsel und liebenswerte Charaktere machen die Aufführung zu einem erfrischenden Komödien-Kleinod, zur energiegeladenen und pointenreichen Umsetzung des populären Stoffes.

Zum Inhalt
Als Harry und Sally einander das erste Mal begegnen, liegen sie sich gleich in den Haaren. Harry will mit Sally ins Bett, obwohl er eigentlich mit ihrer Freundin Amanda liiert ist. Sally vertröstet ihn auf Freundschaft. Für Harry ein eigenartiges Angebot.
Eine Freundschaft zwischen Mann und Frau? Ohne Sex? Unmöglich. So trennen sich ihre Wege, um sich fünf Jahre später wieder zufällig zu kreuzen, zu verlieren und nach weiteren sechs Jahren schließlich erneut zu begegnen. Harry wurde gerade von seiner Frau verlassen, Sally ist frisch von ihrem langjährigen Freund getrennt. Die zwei Singles entwickeln eine enge Freundschaft. Muss sich Harry vom Gegenteil seiner Geschlechtertheorie überzeugen lassen? Oder kommt am Ende der Sex, oder noch viel schlimmer, die Liebe dazwischen?
Eine Szene aus der romantischen Komödie mit Meg Ryan und Billy Crystal in den Titelrollen wurde wohl eine der berühmtesten der Filmgeschichte und darf natürlich auch in der Bühnenfassung nicht fehlen: Harry und Sally sitzen in einem New Yorker Restaurant, als Harry behauptet, er würde es merken, wenn ihm eine Frau sexuelle Befriedigung vortäuschte. Also beschließt Sally ihn kurzerhand vom Gegenteil zu überzeugen, an Ort und Stelle, und spielt ihrem Gegenüber und dem ganzen restlichen Restaurant orgiastische Verzückung vor. Gekonnt…, denn die ältere Dame am Nebentisch verlangt fasziniert von der Kellnerin: „Ich will genau das Gleiche, was sie hatte.“

Über die Schaubühne Wien
Nach jahrzehntelanger Erfahrung an Landestheatern, Tournee- bzw. Abstecherorten im deutschsprachigen und internationalen Raum, aber auch in der sogenannten „Szene“ wurde 2006 die Schaubühne Wien gegründet und hat mit einer durchschnittlichen Auslastung von 90 Prozent einen mehr als erfolgreichen Start in der österreichischen Kulturlandschaft hingelegt. Im Repertoire des Ensembles finden sich Komödien, Tragödien, Uraufführungen, Klassiker, moderne Klassiker der Weltliteratur, Filmstoff-Adaptionen, österreichspezifische Stücke sowie Theater für die Jugend. Regie führt Marcus Strahl, Sohn des Schauspielerpaares Waltraud Haas und Erwin Strahl.

Das Konzept lautet: „Mit spannendem Theater Publikumswünsche erfüllen“. Die Schaubühne Wien hat einen erfolgreichen Weg gefunden, Stücke traditionell, aber gleichzeitig heutig und aktuell zu erzählen. Also, konservativ im positiven Sinne von „werterhaltend“. Dieser Stempel bedeutet aber keineswegs ein Bekenntnis zu musealem Deklamier, Sitz- und Stehtheater. Eine moderne Aufführung im Sinn des Autors heißt vor allem ein Bekenntnis zum Inhalt des Stücks. Und dieser Stückinhalt soll dem Publikum auf ehrliche Weise nahegebracht werden – mit den aktuellen Mitteln der Gegenwart. Man wolle kein ratloses Publikum zurücklassen. Theater dürfe zum Lachen bringen, zum Weinen, zum Nachdenken. Nur eines nicht: langweilen, lautet das Credo der Schaubühne Wien. Man möchte engagiertes Theater für Jung und Alt bieten, konservativ und progressiv, für Individualisten und Familien.
Mit diesem Konzept hat die Schaubühne Wien vor allem in der Bundeshauptstadt etwa das „Stadttheater Walfischgasse“, den „Dschungel Wien“ oder das „Theater Center Forum“ bespielt.

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