Harro Pirch: Landesgalerie zeigt große Retrospektive
Die Landesgalerie Burgenland widmet Harro Pirch anlässlich seines 85. Geburtstags eine umfassende Retrospektive. „Harro Pirch. Eine Annäherung in Bildern“ blickt auf rund 60 Jahre künstlerisches Schaffen zurück und zeigt neben seinen bekannten Landschaftsbildern auch selten präsentierte Arbeiten aus unterschiedlichen Phasen seines Werks.

Rund 60 Jahre künstlerisches Schaffen
Die Ausstellung spannt den Bogen von Arbeiten aus Pirchs Studienzeit bis in die Gegenwart. Neben den für ihn charakteristischen Landschaftsbildern aus dem Mittelburgenland sind Porträts und Skizzen aus seinen künstlerischen Anfängen, Blumenbilder, Interieurs und Stillleben zu sehen. Stadt-, See-, Schiffs- und Reiselandschaften ergänzen den Einblick in sein umfangreiches Werk.
Ein Teil der gezeigten Arbeiten war bislang nur selten öffentlich zu sehen. Eine eigene Wand im Hauptraum ist Werken aus der Kunstsammlung des Landes Burgenland gewidmet.
Das Rabnitztal als künstlerischer Mittelpunkt
Eng verbunden ist Pirchs Werk mit dem Rabnitztal. Seine Darstellungen der sogenannten „Streifenfluren“ entwickelten sich zu einem wiederkehrenden Motiv seiner Malerei.
1971 gründete Pirch im Turmhaus des Esterházy’schen Kastells in Unterrabnitz die Rabnitztaler Malerwochen. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Initiative zu einem internationalen Treffpunkt. Nach Angaben der Kultur-Betriebe Burgenland kamen insgesamt 130 Kunstschaffende aus Europa, den USA und Asien auf Einladung Pirchs nach Unterrabnitz.
Ein eigener Bereich der Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte der Malerwochen und zeigt ausgewählte Arbeiten. Damit rückt die Retrospektive auch Pirchs Tätigkeit als Initiator, Mentor und Vermittler innerhalb der Kunstszene in den Mittelpunkt.
Von der Steiermark ins Mittelburgenland
Harro Pirch wurde 1941 in Frauental in der Steiermark geboren und studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl.
Nach Lehrtätigkeiten unter anderem in Stoob, Mödling und Istanbul wurde das Mittelburgenland zu seinem künstlerischen Lebensmittelpunkt. Sein Schaffen wurde mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Kulturpreis des Landes Burgenland für Bildende Kunst und das Komturkreuz des Landes Burgenland.
Die Ausstellung „Harro Pirch. Eine Annäherung in Bildern“ ist in der Landesgalerie Burgenland in Eisenstadt zu sehen.