Egon Schiele Museum: Freier Eintritt zum Finale der Ausstellung „Rivalen“
Nur noch bis 1. November 2026 ist im Egon Schiele Museum in Tulln die Sonderausstellung „Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Rivalen“ zu sehen. Zum Abschluss der Museumssaison ist der Eintritt am Sonntag kostenlos. Zusätzlich erwarten die Besucherinnen und Besucher eine virtuelle Begegnung mit Egon Schiele und ein Kreativprogramm für Kinder.
Zwei der bedeutendsten Künstler der österreichischen Moderne stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die sich ihrem Ende nähert: Das Egon Schiele Museum in Tulln zeigt noch bis Sonntag, 1. November, die Schau „Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Rivalen“. Zum Saisonabschluss öffnet das Museum seine Türen bei freiem Eintritt.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Egon Schiele und Oskar Kokoschka, ihren künstlerischen Entwicklungen und ihrem Streben nach Anerkennung. Dabei geht es nicht nur um die Unterschiede ihrer Werke, sondern auch um die Netzwerke und gesellschaftlichen Bedingungen, die ihren Aufstieg ermöglichten.

Zwei Künstler im Schatten Gustav Klimts
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Jahr 1918. Nach dem Tod Gustav Klimts sahen sich sowohl Schiele als auch Kokoschka als mögliche Nachfolger des berühmten Malers.
Die Geschichte nahm jedoch einen unterschiedlichen Verlauf: Schiele starb noch im selben Jahr im Alter von nur 28 Jahren. Kokoschka lebte dagegen bis 1980 und setzte sich auch in späteren Jahren mit dem Werk seines einstigen Konkurrenten auseinander.
Die Ausstellung beleuchtet diese Verbindung und zeigt, welche Rolle beide Künstler für die Entwicklung des österreichischen Expressionismus spielten.
Egon Schiele von seiner privaten Seite
Neben der Sonderausstellung bietet das Museum Einblicke in das persönliche Umfeld des in Tulln geborenen Künstlers.
Im Rahmen der Reihe „Egon Schiele privat“ sind an fünf audiovisuellen Stationen Originalstimmen seiner Schwestern Melanie und Gerti sowie seiner Schwägerin Adele Harms zu hören. Ihre Erinnerungen vermitteln Eindrücke von Schiele abseits seiner öffentlichen Künstlerpersönlichkeit.
Ergänzt wird das Angebot durch Interviews mit der Kunstsammlerin Elisabeth Leopold, die 2022 aufgenommen wurden. Die 2024 verstorbene Sammlerin berichtet darin unter anderem von ihren Begegnungen mit Menschen aus Schieles Umfeld.
Virtuelle Begegnung mit Egon Schiele
Einen ungewöhnlichen Zugang zum Künstler ermöglicht die VR-Experience „Egon Schiele. Eine persönliche Begegnung“.
In einer virtuellen Umgebung können Besucherinnen und Besucher einem digitalen Ebenbild Schieles begegnen und mit ihm in einen inszenierten Dialog treten.
Das rund 35-minütige Erlebnis wird von Dienstag bis Sonntag jeweils um 11:00, 13:00, 14:00 und 15:00 Uhr angeboten. Eine Onlinebuchung ist über die Website des Museums möglich.
Kreativprogramm für Kinder in den Herbstferien
Auch Familien können das letzte Ausstellungswochenende für einen Museumsbesuch nutzen. Von Freitag, 30. Oktober, bis Sonntag, 1. November, finden täglich ab 14:00 Uhr Ateliertage für Kinder zwischen fünf und 13 Jahren statt.
Mit Collagen und Mixed-Media-Techniken können die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Geschichten gestalten und unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen ausprobieren.
Für Kinder sind sowohl der Museumseintritt als auch die Teilnahme am Atelierprogramm kostenlos.
Letzte Gelegenheit am 1. November
Mit dem Ende der Sonderausstellung verabschiedet sich das Egon Schiele Museum zugleich in die Saisonpause. Die Wiedereröffnung ist für 2027 vorgesehen.
Die wichtigsten Informationen:
- Ausstellung: „Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Rivalen“
- Ort: Egon Schiele Museum, Tulln an der Donau
- Letzter Ausstellungstag: Sonntag, 1. November 2026
- Eintritt: Am 1. November für alle kostenlos
- Kinderateliers: 30. Oktober bis 1. November, jeweils ab 14:00 Uhr
- VR-Experience: Rund 35 Minuten, Onlinebuchung erforderlich
Weitere Informationen gibt es unter www.schielemuseum.at.
Wer die Gegenüberstellung von Schiele und Kokoschka noch sehen möchte, hat damit am kommenden Wochenende die letzte Gelegenheit – am Sonntag sogar bei freiem Eintritt.