Hermann Serient

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1935 in Melk an der Donau geboren.

1950 begann Hermann Serient eine Goldschmiedlehre und besuchte die Juwelierfachschule. In den 1950er-Jahren war er als aktiver Jazzmusiker tätig.

1963 folgten die erste Einzelausstellung sowie seine Tätigkeit als freier Journalist und Künstler. Sein erstes Atelier befand sich in Wien. Seit 1965 hatte Serient ein Atelier in Rohr im Burgenland.

Serient stellte auch seine Malfarben selbst her und engagierte sich sein Leben lang gegen die Zerstörung der Umwelt oder, wie er es bezeichnete, gegen das „Weltzerstörertum“.

Künstlerisches Wirken

Hermann Serients Wirken wurde mit verschiedenen Ehrungen und Preisen gewürdigt. Über ihn erschienen zahlreiche Beiträge in Kunstzeitschriften, Tages- und Wochenzeitungen sowie in Büchern. Darüber hinaus entstanden Fernsehfilme, Fernsehporträts und Rundfunksendungen.

Seine Werke wurden in zahlreichen österreichischen Galerien in Wien und in den Bundesländern sowie international gezeigt – unter anderem in Deutschland, Italien mit Ausstellungen etwa in Rom, Turin und Triest sowie in Japan. Allein in Tokio waren seine Arbeiten zehnmal zu sehen.

Serient ist mit seinen Werken in zahlreichen Sammlungen und Museen vertreten, darunter:

Museum Fukuda Tokio · Albertina Wien · Artothek des Bundes · Heeresgeschichtliches Museum · Landesmuseum Burgenland · Landesmuseum Niederösterreich · Österreichische Nationalbank sowie weitere städtische Museen in Österreich und private Sammlungen.

Über Hermann Serient

„Der Maler Serient ist ein Einzelgänger in der so mannigfaltigen österreichischen Kulturszene. Sein Werk lässt sich schwer in eine bestimmte Stilrichtung oder Modeströmung einordnen und seine künstlerische und kunsthandwerkliche Mehrfachbegabung hat ihn auch zu den verschiedensten Tätigkeiten im Laufe seines Lebens gebracht, z. B. Goldschmied, Jazzmusiker, Filmdarsteller, Karikaturenzeichner oder Bildhauer.

Als Maler und Grafiker war und ist immer der Mensch das Hauptthema seiner Bilder: Der Mensch als Gestalter seiner Umwelt, erzählt in phantastischen und absurd wirkenden, grotesken Darstellungen. Sie bedeuten Reflexion und Parodie auf die menschliche Existenz und auch auf die sich selbst zerstörende Menschheit.

Serient erarbeitete sich als Autodidakt verschiedene Techniken der Malerei. Durch die eigenständige Produktion von Malgründen und Farben versucht er den Betrachter, im Wissen um die Leuchtkraft dieser Farben, in Bann zu ziehen und seine Bildinhalte zu vermitteln. Sind es in den 1960er-Jahren meist satirische Motive, mehren sich in den 70er-Jahren die zeit- und gesellschaftskritischen Themen, die unter anderem auch um Themen wie Umweltschutz und Weltzerstörung kreisen.“

Dr. Rudolf Götz


Hermann Serient ist im August 2026 im Burgenland verstorben.

Website: www.serient.at
E-Mail: steiner-serient@hotmail.com