Kulturarchiv: Vor 235 Jahren wurde Mozarts „Zauberflöte“ uraufgeführt

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Am 30. September 1791 wurde Wolfgang Amadé Mozarts „Die Zauberflöte“ erstmals in Wien aufgeführt. 235 Jahre später gehören Papageno, die Königin der Nacht und Melodien wie „Der Vogelfänger bin ich ja“ längst zum kulturellen Gedächtnis. Heute erinnern wir im Kulturgericht-Kulturarchiv an die Uraufführung eines der bekanntesten Werke Mozarts.

Premiere im Theater auf der Wieden

Die Uraufführung fand am 30. September 1791 im Freihaustheater auf der Wieden in Wien statt. Das Libretto stammte von Emanuel Schikaneder, der das Theater leitete und bei der Premiere selbst die Rolle des Papageno übernahm. Mozart leitete die ersten Aufführungen vom Klavier aus.

Als Königin der Nacht stand Mozarts Schwägerin Josepha Hofer auf der Bühne, Pamina wurde von Anna Gottlieb gesungen. Die Rolle des Tamino übernahm Benedikt Schack, Franz Xaver Gerl sang Sarastro.

Ein Werk aus Mozarts letztem Lebensjahr

Mozart arbeitete 1791 an der „Zauberflöte“. Die Ouvertüre und der Priestermarsch wurden erst am 28. September, zwei Tage vor der Premiere, in Mozarts Werkverzeichnis eingetragen.

Die Oper verbindet märchenhafte Elemente mit komischen Szenen und freimaurerisch geprägten Gedanken. Musikalisch reicht das Spektrum von Papagenos volkstümlich wirkenden Liedern bis zu den virtuosen Arien der Königin der Nacht.

Von der Wiener Vorstadt auf die großen Bühnen

Was in einem Wiener Vorstadttheater begann, entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte. Die „Zauberflöte“ verbreitete sich in den folgenden Jahren im deutschsprachigen Raum und wurde schließlich zu einem festen Bestandteil des internationalen Opernrepertoires.

Für Mozart selbst kam dieser Erfolg am Ende seines Lebens. Nur gut zwei Monate nach der Uraufführung, am 5. Dezember 1791, starb der Komponist im Alter von 35 Jahren.

Heute vor 235 Jahren begann in Wien die Bühnengeschichte der „Zauberflöte“ – eines Werks, dessen Figuren und Musik bis heute weit über die Opernbühne hinaus bekannt sind.