FROM CARINTHIA: Neun prägende Positionen aus Kärnten in Wien
Mit „FROM CARINTHIA“ bringt die Kärntner Kulturstiftung ab September neun bedeutende künstlerische Positionen aus Kärnten nach Wien. Die Ausstellung in der Künstlerhaus Factory am Karlsplatz versammelt Werke von Maria Lassnig, Kiki Kogelnik, Meina Schellander, Hans Staudacher, Bruno Gironcoli, Hans Bischoffshausen, Peter Krawagna, Valentin Oman und Wolfgang Hollegha.

Anhand ausgewählter Hauptwerke aus unterschiedlichen Schaffensphasen zeichnet die Schau künstlerische Entwicklungen von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart nach. Zu sehen sind Malerei, Grafik, Skulptur und Objektkunst aus dem Zeitraum 1960 bis 2025. Die Leihgaben stammen aus den Sammlungen des Landes Kärnten, der STRABAG ART Collection und der Sammlung Liaunig.
Von Kärnten in die internationale Kunstwelt
Im Zentrum der Ausstellung steht nicht nur die gemeinsame Herkunft der neun Kunstschaffenden, sondern auch die Frage, welche Rolle Künstlerinnen und Künstler aus Kärnten bei der Entwicklung der österreichischen Nachkriegskunst spielten.
Bereits unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg trugen einzelne Positionen wesentlich dazu bei, die österreichische Kunst wieder an internationale Entwicklungen heranzuführen.
Maria Lassnig organisierte nach einer gemeinsamen Paris-Reise mit Arnulf Rainer 1951 im Klagenfurter Künstlerhaus die erste Ausstellung informeller Kunst in Österreich. Später führten ihre Wege nach Paris und New York.
Auch Hans Staudacher orientierte sich früh nach Frankreich und wurde zu einem wichtigen österreichischen Vertreter des lyrischen Informel. Hans Bischoffshausen lebte von 1959 bis 1971 in Paris und fand über die ZERO-Avantgarde Anschluss an internationale Kunstströmungen.
Lassnig, Kogelnik, Hollegha und die Galerie St. Stephan
Eine weitere Verbindung führt nach Wien zur Galerie St. Stephan. Zu deren Umfeld gehörten unter anderem Maria Lassnig, Kiki Kogelnik und Wolfgang Hollegha.
Hollegha wurde bereits 1958 gemeinsam mit abstrakten Expressionisten in New York präsentiert. Kogelnik übersiedelte Anfang der 1960er-Jahre nach New York und entwickelte dort ihre unverwechselbare Position im Umfeld der Pop Art.
Auch für Lassnig wurde der Schritt ins Ausland entscheidend für ihre weitere künstlerische Entwicklung und spätere internationale Anerkennung.
Von Gironcoli bis Oman
Die Ausstellung spannt den Bogen weiter zu einer jüngeren Generation. Peter Krawagna studierte unter anderem in Paris, während sich im Werk Valentin Omans Einflüsse französischer Malerei finden.
Bruno Gironcoli orientierte sich zu Beginn der 1960er-Jahre ebenfalls in Paris und entwickelte später sein charakteristisches bildhauerisches Werk. Mit Meina Schellander ist eine weitere wichtige Position der österreichischen Skulptur und Objektkunst vertreten.
„FROM CARINTHIA“ versteht sich damit weniger als chronologischer Überblick denn als konzentrierte Begegnung mit neun Künstlerpersönlichkeiten, deren Herkunft in Kärnten liegt, deren Wirkung jedoch weit darüber hinausreicht.
Kuratiert wird die Ausstellung von Christine Wetzlinger-Grundnig, Direktorin des Museums Moderner Kunst Kärnten, und Ulli Sturm von der Kärntner Kulturstiftung.
Eröffnung am Karlsplatz
Eröffnet wird „FROM CARINTHIA“ am Donnerstag, 3. September 2026, in der Künstlerhaus Factory am Karlsplatz 5 in Wien. Einlass ist ab 18.30 Uhr, die Ausstellungseröffnung beginnt um 19 Uhr.
Nach der Begrüßung durch Künstlerhaus-Präsidentin Tanja Prušnik spricht Kärntens Kulturreferentin und Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig. Ina Lerchbaumer stellt die Kärntner Kulturstiftung vor, die Kuratorinnen Christine Wetzlinger-Grundnig und Ulli Sturm führen in die Ausstellung ein.
Musikalisch begleitet wird der Abend von Ali Gaggl, Wolfgang Puschnig, Richie Klammer, Primus Sitter, Michael Erian und Stefan Gfrerrer.
FROM CARINTHIA
Eröffnung: 3. September 2026, 19 Uhr
Einlass: 18.30 Uhr
Künstlerhaus Factory
Karlsplatz 5, 1010 Wien
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