museum gugging für Zero Project Arts Awards 2027 nominiert

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Das museum gugging erhält erneut internationale Anerkennung: Nach der Nominierung für den Art Museum Award 2026 steht das niederösterreichische Museum nun auch auf der Shortlist für die Zero Project Arts Awards 2027. Die Auszeichnung würdigt Initiativen, die sich für Inklusion und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen einsetzen.

Das museum gugging zählt zu zehn Kunst- und Kulturinitiativen aus neun Ländern und vier Kontinenten, die für die Zero Project Arts Awards 2027 nominiert wurden. Die Auswahl im Bereich „Inclusive Arts“ erfolgte auf Grundlage von Empfehlungen eines internationalen Expert:innen-Netzwerks und eines mehrstufigen Evaluierungsprozesses.

August Walla „museum gugging.! 20 jahre kUNSt“
Foto: Daniel Hinterramskogler

Insgesamt wurden 30 Einreichungen aus dem Kunst- und Kultursektor geprüft, zehn Projekte schafften es in die finale Auswahl.

Kunst als selbstverständlicher Teil der internationalen Kunstwelt

Für das museum gugging ist die Nominierung auch eine Bestätigung seines künstlerischen und musealen Ansatzes. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Biografie der Künstler:innen, sondern die Qualität ihrer Kunst.

„Die Nominierung für die Zero Project Arts Awards freut uns ganz besonders, weil sie zentrale Werte unserer Arbeit sichtbar macht“, erklärt Nina Ansperger, künstlerisch-wissenschaftliche Leiterin des museum gugging. Ziel sei es, die Kunst aus Gugging „als selbstverständlichen Bestandteil der internationalen Kunstwelt zu präsentieren“.

Dass das Museum innerhalb weniger Wochen bereits zum zweiten Mal für eine internationale Auszeichnung nominiert wurde, sieht Ansperger als Bestätigung des eingeschlagenen Weges.

Kunst, Lebensraum und Teilhabe

Das museum gugging nimmt innerhalb der österreichischen Museumslandschaft eine besondere Position ein. Als Teil des Eco-System Gugging treffen künstlerische Produktion, Lebensraum, Galerie und Museum unmittelbar aufeinander. Kunst und gesellschaftliche Teilhabe sollen dabei nicht getrennt voneinander gedacht werden.

Diese Verbindung passt zu den Zielen des Zero Project der Essl Foundation. Die internationale Initiative setzt sich für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein und sucht weltweit nach innovativen Lösungen, die Barrieren abbauen und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.

Bereits im vergangenen Jahr befand sich mit dem Wien Museum eine österreichische Institution unter den Preisträger:innen der Zero Project Awards.

Jubiläumsausstellung blickt auf 20 Jahre museum gugging

Die internationale Anerkennung fällt in ein besonderes Jahr für das Museum. Aktuell ist die von Nina Ansperger kuratierte Jubiläumsausstellung „museum gugging.! 20 jahre kUNSt“ zu sehen.

Die Schau spannt einen Bogen von den Anfängen der Kunst aus Gugging in den späten 1960er-Jahren bis zu zeitgenössischen Positionen. Gleichzeitig beschäftigt sie sich mit der Geschichte des Standorts sowie mit Fragen nach Sichtbarkeit, Teilhabe und inklusiver Museumsarbeit.

Entscheidung fällt im Dezember

Wer die Zero Project Arts Awards 2027 erhält, wird am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember bekannt gegeben. Präsentiert werden die ausgezeichneten Projekte anschließend bei der Zero Project Conference 2027, die von 10. bis 12. Februar 2027 im Vienna International Centre der Vereinten Nationen in Wien stattfindet.