Nicholas Ofczarek und Tamara Metelka lesen Thomas Bernhard
Nicholas Ofczarek und Tamara Metelka widmen sich am 3. Oktober 2026 einem der bekanntesten Konflikte in Thomas Bernhards Verhältnis zum österreichischen Kulturbetrieb. Im Mittelpunkt steht der Text „Der österreichische Staatspreis“ aus seinen autobiografischen Aufzeichnungen „Meine Preise“.
Eine Preisverleihung mit Folgen
Thomas Bernhards Verhältnis zu Österreich und seinen Institutionen war immer wieder von Auseinandersetzungen geprägt. Auch die Verleihung des österreichischen Staatspreises wurde für den Schriftsteller zum Anlass für Kritik.
In „Der österreichische Staatspreis“ schildert Bernhard die Ereignisse rund um die Auszeichnung aus seiner Perspektive. Bereits die Zuerkennung des für Nachwuchs vorgesehenen Preises empfand er als Beleidigung. Nach der Laudatio des Ministers antwortete Bernhard mit einer Dankesrede, die für einen öffentlichen Eklat sorgte.
Bernhards Text auf der Bühne
Tamara Metelka und Nicholas Ofczarek greifen diese Episode auf und verbinden Bernhards Aufzeichnungen mit weiteren Zitaten aus seinem Werk. Auch die damals kontrovers aufgenommene Dankesrede ist Teil des Abends.
Damit entsteht nicht nur die Rekonstruktion einer außergewöhnlichen Preisverleihung, sondern zugleich ein Blick auf Bernhards Verhältnis zu Kunst, Staat und österreichischer Gesellschaft.
Metelka ist Leiterin des Max Reinhardt Seminars, Ofczarek Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters.
Lesung am 3. Oktober
Unter dem Titel „Der österreichische Staatspreis von Thomas Bernhard“ ist die gemeinsame Lesung von Nicholas Ofczarek und Tamara Metelka am Samstag, 3. Oktober 2026, um 19.30 Uhr zu erleben.