„Tosca“ lockte rund 90.000 Besucher in den Steinbruch St. Margarethen
ST. MARGARETHEN. Die Oper im Steinbruch zieht eine positive Bilanz der Saison 2026: Rund 90.000 Besucherinnen und Besucher erlebten Puccinis „Tosca“ in St. Margarethen. Insgesamt wurde die Produktion 24 Mal gezeigt. Der Blick richtet sich bereits auf 2027, wenn Giuseppe Verdis „Rigoletto“ auf die Freiluftbühne kommt. Der Vorverkauf liegt nach Angaben des Veranstalters derzeit rund 15 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Mit der letzten Aufführung von Giacomo Puccinis „Tosca“ geht im Steinbruch St. Margarethen die diesjährige Opernsaison zu Ende. Neben 22 regulär angesetzten Vorstellungen wurden aufgrund der Nachfrage zwei zusätzliche Termine gespielt. Insgesamt kamen laut Veranstalter rund 90.000 Gäste.

Für die Neuinszenierung zeichnete Thaddeus Strassberger als Regisseur und Bühnenbildner verantwortlich. Die Kostüme gestaltete Giuseppe Palella, die musikalische Leitung lag bei Valerio Galli. Puccinis Oper wurde dabei für die Dimensionen und die besondere Naturkulisse des Steinbruchs als großformatiges Freiluft-Musiktheater umgesetzt.
Serafin: Steinbruch zählt zu außergewöhnlichsten Opernbühnen Europas
Intendant Daniel Serafin sieht die Besucherzahlen als Bestätigung für das Konzept der Oper im Steinbruch. Die Verbindung von Naturkulisse, Musiktheater und künstlerischem Anspruch mache den Spielort zu einem besonderen Erlebnis.
„Der Steinbruch St. Margarethen zählt zu den außergewöhnlichsten Opernbühnen Europas“, so Serafin. Auch die bereits hohe Nachfrage nach der kommenden Produktion zeige die anhaltende Anziehungskraft des Festivals.
Sein Dank gelte dem Ensemble, dem Orchester, dem Kreativteam sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor und hinter den Kulissen.
„Rigoletto“ folgt im Sommer 2027
Nach Puccini steht im kommenden Jahr Giuseppe Verdi auf dem Programm. Die Oper im Steinbruch bringt im Sommer 2027 „Rigoletto“ auf die Bühne. Bereits Monate vor der Premiere entwickelt sich der Kartenverkauf nach Angaben des Veranstalters positiv: Der bisherige Gesamtvorverkauf liegt rund 15 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums.
Generalintendant Rico Gulda verweist neben der kulturellen Bedeutung der Produktion auch auf die wirtschaftliche Wirkung des Festivals für die Region. Die Oper im Steinbruch ziehe Gäste aus dem In- und Ausland an und setze damit Impulse für Tourismus, Hotellerie, Gastronomie und weitere regionale Betriebe.
Für Gulda ist die Oper im Steinbruch ein „kultureller Leuchtturm mit weitreichender Strahlkraft für das gesamte Burgenland“. Der Erfolg von „Tosca“ und die Nachfrage nach „Rigoletto“ würden zeigen, dass das Interesse an dem Kulturangebot ungebrochen sei.
Verdis Opernklassiker kehrt nach St. Margarethen zurück
Mit „Rigoletto“ steht 2027 eines der bekanntesten Werke Giuseppe Verdis auf dem Programm. Die Oper wurde 1851 in Venedig uraufgeführt und gehört bis heute zum Kernrepertoire internationaler Opernhäuser.
Im Mittelpunkt steht der Hofnarr Rigoletto, der seine Tochter Gilda vor den Gefahren und Intrigen am Hof des Herzogs von Mantua schützen will. Gilda verliebt sich jedoch ausgerechnet in den Herzog. Was zunächst als Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einem Drama um Macht, Verrat und Rache, das für Rigoletto in einer persönlichen Katastrophe endet.
Neben der tragischen Vater-Tochter-Geschichte behandelt Verdis Werk Themen wie gesellschaftliche Ausgrenzung, Machtmissbrauch und die zerstörerischen Folgen von Vergeltung.
„Rigoletto“ ist vom 14. Juli bis 22. August 2027 im Steinbruch St. Margarethen zu sehen.