Seefestspiele Mörbisch ziehen positive Bilanz: Mehr als 105.000 Besucher bei „Ein Käfig voller Narren“

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MÖRBISCH. Die Seefestspiele Mörbisch haben die Saison 2026 mit 105.327 Besucherinnen und Besuchern bei „Ein Käfig voller Narren“ beendet. Einschließlich der sechs Gastveranstaltungen kamen rund 141.000 Gäste auf die Seebühne. Gleichzeitig läuft der Vorverkauf für die nächste Saison bereits stark: Für „MAMMA MIA!“ 2027 wurden nach Angaben der Veranstalter bereits 50.000 Tickets verkauft.

Nach 21 Vorstellungen fiel am Samstagabend der letzte Vorhang für „Ein Käfig voller Narren“. Der Musicalklassiker rund um Georges und Albin, der Humor und große Show mit einem Plädoyer für Toleranz und individuelle Freiheit verbindet, wurde in diesem Sommer erstmals auf der Seebühne Mörbisch gezeigt.

Bühnenbild „EIN KÄFIG VOLLER NARREN – La Cage aux Folles“
© kurtpinter.com

Generalintendant Alfons Haider setzte bei der Inszenierung auf eine großformatige Umsetzung des Stoffes. Regie führte Andreas Gergen, für das Bühnenbild zeichnete Walter Vogelweider verantwortlich. Die musikalische Leitung lag bei Tom Bitterlich, die Kostüme stammten von Armella Müller von Blon, die Choreografie von Faye Heather Anderson und das Lichtdesign von Andrew Voller.

Zum Ensemble gehörten unter anderem Mark Seibert, Drew Sarich, Aliosha Jorge Ungur, Timotheus Hollweg, Anna Rosa Döller, Mathias Schlung, Ines Hengl-Pirker, Ursula Pfitzner und Samuel Türksoy.

Kartenverkäufe legten nach Premiere zu

Nach Angaben der Seefestspiele sorgten positive Kritiken und Weiterempfehlungen des Publikums nach der Premiere für einen deutlichen Schub beim Kartenverkauf. Rund 12.000 zusätzliche Tickets seien in der Folge verkauft worden.

Auch die veröffentlichten Kritiken fielen überwiegend positiv aus. Neben der Inszenierung und der Dimension der Produktion wurde insbesondere Haiders Auftritt als Zaza hervorgehoben.

„Nach den musikalischen Erfolgen der vergangenen Jahre war es mir eine besondere Freude, unserem Publikum heuer mit ‚Ein Käfig voller Narren‘ eine Komödie voller Herz, Humor und Lebensfreude präsentieren zu dürfen“, bilanziert Haider. Die Reaktionen hätten gezeigt, „dass dieses Musical nichts von seiner Strahlkraft verloren hat“. Für ihn verbinde das Stück Unterhaltung mit einer zeitlosen Botschaft über „Liebe, Toleranz und die Offenheit, einander so anzunehmen, wie wir sind“.

Rund 141.000 Gäste auf der Seebühne

Zu den 105.327 Besucherinnen und Besuchern der Musicalproduktion kamen die Gäste von sechs weiteren Veranstaltungen. Dazu gehörten unter anderem die „Starnacht am Neusiedler See“, Auftritte von Gernot & Stipsits sowie ein Konzert von David Garrett. Insgesamt verzeichnete die Seebühne damit in der Saison rund 141.000 Besucher.

Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil sieht in der Bilanz auch eine Bestätigung für die inhaltliche Ausrichtung der Festspiele. „105.327 Besucherinnen und Besucher beweisen, dass Unterhaltung mit Haltung nicht nur möglich, sondern auch geschätzt wird“, so Doskozil.

„MAMMA MIA!“ kehrt 2027 nach Mörbisch zurück

Der Blick richtet sich bereits auf die kommende Saison. Im Sommer 2027 kehrt das ABBA-Musical „MAMMA MIA!“ auf die Seebühne zurück. Das Stück war bereits 2023 in Mörbisch zu sehen und erreichte damals laut Veranstalter mehr als 180.000 Besucherinnen und Besucher.

Für die Neuauflage kündigen die Seefestspiele unter dem Motto „Alles neu“ ein neues Bühnenbild, eine neue Ausstattung und eine weitgehend neue Besetzung an. Die bekannten ABBA-Songs bleiben naturgemäß das musikalische Zentrum der Produktion.

„MAMMA MIA!“ erzählt nach dem Buch der britischen Autorin Catherine Johnson die Geschichte der alleinerziehenden Donna und ihrer 20-jährigen Tochter Sophie. Kurz vor ihrer Hochzeit versucht Sophie herauszufinden, wer ihr Vater ist – und lädt dafür drei Männer aus der Vergangenheit ihrer Mutter auf eine griechische Insel ein.

Das Interesse an der Rückkehr des Musicals ist bereits groß. Nach Angaben von Doskozil wurden bislang rund 50.000 Karten für die Saison 2027 verkauft. Damit deutet sich für die Seefestspiele schon ein Jahr vor der Premiere erneut eine hohe Nachfrage an.