Zwei Aktionstage laden in die Ehemalige Synagoge St. Pölten
Die Ehemalige Synagoge St. Pölten öffnet im September 2026 an zwei besonderen Aktionstagen bei freiem Eintritt ihre Türen. Zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur am 6. September und zum Tag des Denkmals am 27. September stehen Ausstellungen, Führungen und die Geschichte der jüdischen Gemeinde im Mittelpunkt.
Den Auftakt macht am Sonntag, 6. September, der Europäische Tag der jüdischen Kultur. Von 10 bis 17 Uhr können sowohl die Dauerpräsentation als auch die aktuelle Wechselausstellung kostenlos besucht werden.
Um 16 Uhr führt Martha Keil, Kuratorin und wissenschaftliche Leiterin der Ehemaligen Synagoge St. Pölten, durch die Ausstellung „Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich“.

NÖ Museum Betriebs GmbH, Florian Müller
Rundgang über den Jüdischen Friedhof
Bereits um 14 Uhr beginnt ein geführter Rundgang mit Alois Stöckl durch den neuen Jüdischen Friedhof St. Pölten. Treffpunkt ist bei der Karlstettner Straße 3.
Der Rundgang wird vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs veranstaltet und ist gegen freie Spende zugänglich. Für männliche Besucher ist eine Kopfbedeckung erforderlich. Um Anmeldung bis 4. September wird gebeten.
Tag des Denkmals am 27. September
Ein zweiter Aktionstag folgt am Sonntag, 27. September. Unter dem österreichweiten Motto „Denkmale: Wert für alle“ beteiligt sich die Ehemalige Synagoge am Tag des Denkmals.
Auch an diesem Tag ist der Eintritt von 10 bis 17 Uhr frei. Von 15 bis 16 Uhr wird zusätzlich eine Führung durch das Gebäude angeboten. Dabei geht es sowohl um die Baugeschichte der Synagoge als auch um die Blüte und die Zerstörung der jüdischen Gemeinde von St. Pölten. Für diese Führung wird ein Beitrag von 5,50 Euro eingehoben.
Konzertherbst in der Synagoge
Nach den September-Terminen setzt die Ehemalige Synagoge ihr Kulturprogramm im Herbst mit mehreren Konzerten fort.
Am 15. Oktober gastiert die Prager Akustik-Band Der Šenster Gob mit ihrem Programm „Majority of Minorities“. Die Musiker verbinden Klezmer und Balkanmusik mit Swing und weiteren musikalischen Einflüssen.
Am 25. Oktober folgen die israelische Mezzosopranistin Hagar Sharvit und das Trio Delyria mit der „Serenade des Exils“. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Gustav Mahler und Ursula Mamlok.
Ein Konzert zum Novembergedenken findet schließlich am 11. November statt. Anlässlich des Gedenkens an die Novemberpogrome von 1938 verbindet die Veranstaltung einen Vortrag von Peter Hinterndorfer über das Projekt „Digitale Erinnerungslandschaft“ mit Musik. Das Ensemble Castor interpretiert dabei unter anderem Rudolf Jungwirths Werk „Stele“.
Damit verbindet das Herbstprogramm der Ehemaligen Synagoge erneut historische Vermittlung, Erinnerungskultur und zeitgenössisches Kulturprogramm.