HERBSTGOLD 2026 eröffnet mit Musik und Kunst in Eisenstadt

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Mit einem Konzert im Haydnsaal und zwei Kunstprojekten im Schlosspark ist HERBSTGOLD 2026 in Eisenstadt eröffnet worden. Unter dem Motto „Musik – Pulsschlag der Zeit“ verbindet das Festival in den kommenden zehn Tagen Orchester- und Kammermusik mit bildender Kunst, Literatur und Film. Den musikalischen Auftakt gestalteten Pablo Ferrández und das Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Riccardo Minasi.

Eröffnung Herbstgold-Festival 2026, Julian Rachlin.jpg

Haydn, Mozart und Vasks zum Auftakt

Beim Eröffnungskonzert im Haydnsaal standen Werke aus unterschiedlichen Epochen auf dem Programm. Das Chamber Orchestra of Europe spielte Joseph Haydns Sinfonie Nr. 88 sowie dessen Cellokonzert C-Dur, bei dem Pablo Ferrández den Solopart übernahm.

Mit Mozarts „Jupiter-Sinfonie“ und Pēteris Vasks’ „Musica dolorosa“ reichte das Programm von der Wiener Klassik bis ins 20. Jahrhundert. Die musikalische Leitung lag bei Riccardo Minasi.

Festivalintendant Julian Rachlin versteht das diesjährige Motto als Verbindung zwischen den Epochen: Musik mache den jeweiligen „Pulsschlag“ ihrer Zeit hörbar und könne Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Beziehung setzen.

Zwei Kunstwerke im Schlosspark

Bereits vor dem Konzert rückte die bildende Kunst in den Mittelpunkt. Kurator Vitus Weh stellte zwei Arbeiten vor, die sich mit Bewegung, Veränderung und Übergängen beschäftigen.

Die in Eisenstadt geborene Künstlerin Hannah Neckel bespielt mit ihrer Installation „Ströme der Zukunft / Streaming into the Future“ den historischen Emericus-Brunnen auf dem Schlossplatz. Elf Fahnen formen einen visuellen Wasserlauf, in dem digitale Bildwelten und organische Formen ineinander übergehen.

Für die Dauer des Festivals wurde auch der Emericus-Brunnen wieder in Betrieb genommen. Nach HERBSTGOLD sollen Sanierungsarbeiten beginnen. Im Frühjahr 2027 soll der restaurierte Brunnen dauerhaft wieder Wasser führen.

„Grüne Hunde“ an der historischen Brücke

Das zweite Kunstprojekt stammt vom portugiesischen Künstler Hugo Canoilas. Seine vierteilige Skulpturengruppe „Grüne Hunde / Green Dogs“ befindet sich auf den historischen Steinsockeln der wiedererrichteten Holzbrücke beim Orangerie-Pavillon.

Die Keramikfiguren setzen sich aus Formen zusammen, die an Obst und Gemüse wie Karfiol, Kohl, Gurken oder Brokkoli erinnern. Canoilas greift damit unter anderem die historische Funktion der Orangerie als Ort der Nahrungsmittelproduktion auf. Gleichzeitig stehen die Hunde symbolisch für Übergang und Veränderung.

Begleitet wurde der Weg vom Emericus-Brunnen zu den Skulpturen vom Vokalensemble Vocalis.

Zehn Tage Festivalprogramm

Nach der Eröffnung folgen zahlreiche weitere Konzerte und Veranstaltungen. Zu den angekündigten Gästen zählen die Bamberger Symphoniker, Gabriela Montero, Rolando Villazón, Ian Bostridge, Julius Drake, Raphaela Gromes und Alexander Malofeev.

Julian Rachlin ist dabei mehrfach als Musiker und Dirigent zu erleben. Auf dem Programm stehen unter anderem Mozarts Requiem mit dem Wiener Singverein und dem Chamber Orchestra of Europe, Kammermusik, ein gemeinsamer Abend des Janoska Ensembles mit Rolando Villazón sowie das abschließende Orchesterkonzert mit dem West Hungarian Philharmonic Orchestra – Győr.

Auch Film gehört zum Programm: Gezeigt wird „One Chance – Einmal im Leben“ über die Geschichte des britischen Sängers Paul Potts.

HERBSTGOLD 2026 macht damit Schloss Esterházy und den Schlosspark für zehn Tage erneut zum Schauplatz unterschiedlicher Kunstformen.