Liszt Festival Raiding feiert 20 Jahre Konzerthaus
Vom 16. bis 25. Oktober 2026 steht Raiding erneut im Zeichen von Franz Liszt. Zum 20-jährigen Bestehen des Konzerthauses bringt das Liszt Festival an zwei Wochenenden Orchesterkonzerte, Kammermusik und Klavierabende an den Geburtsort des Komponisten. Mit dabei sind unter anderem das Wiener KammerOrchester, Martin Haselböck, Kateryna Titova, Lidia Baich und Sofya Gulyak.
Liszt und Wagner zum Auftakt
Eröffnet wird das Festival vom Wiener KammerOrchester unter der Leitung von Martin Sieghart. Unter dem Titel „Von Raiding nach Bayreuth – Liszt und Wagner“ treffen sinfonische Dichtungen Franz Liszts auf Opernouvertüren von Richard Wagner.
Auch Liszts Geburtstag am 22. Oktober wird mit dem Wiener KammerOrchester begangen. Gemeinsam mit der Pianistin Kateryna Titova stehen unter anderem ungarisch geprägte Werke und Liszts zweites Klavierkonzert auf dem Programm.
Von Wagners „Ring“ bis Paganini
Einen anderen Zugang zum Repertoire bietet das ensemble minui gemeinsam mit Schauspielerin Christina Scherrer. Sie präsentieren Richard Wagners „Ring“ in einer kammermusikalischen Fassung.
Das Paganini Ensemble Wien wiederum verbindet Musik von Niccolò Paganini mit einer Bearbeitung von Liszts „Liebestraum“.
Violine und Klavier stehen beim Grand Duo von Lidia Baich und Donka Angatscheva im Mittelpunkt. Ihr Programm führt mit Werken von Schubert, Grieg, Chopin und Liszt durch unterschiedliche musikalische Epochen.
19 Ungarische Rhapsodien an einem Abend
Einen Schwerpunkt bilden auch 2026 die Klavierkonzerte. Martin Ivanov stellt sich dabei einem umfangreichen Programm und spielt alle 19 Ungarischen Rhapsodien von Franz Liszt an einem Abend.
Sofya Gulyak widmet ihren Klavierabend unterschiedlichen Facetten von Liszts Werk. Zu hören sind unter anderem der „Grand Galop Chromatique“ und der „Totentanz“.
Den Abschluss des Festivals gestaltet das Orchester Wiener Akademie unter der Leitung von Martin Haselböck mit Orchesterwerken Liszts rund um den Faust-Stoff.
Konzerte und neues Liszt Museum
Der Festivalbesuch lässt sich auch mit dem neuen Liszt Museum unmittelbar neben dem Konzerthaus verbinden. Die Ausstellung zeichnet Stationen aus dem Leben des in Raiding geborenen Komponisten nach – von seiner Kindheit über Paris und Weimar bis nach Rom und Bayreuth. Mit einem Konzertticket kann das Museum vor der jeweiligen Veranstaltung kostenlos besucht werden.
Ergänzt wird das Festivalprogramm durch die Museumsreihe „Treffpunkt Liszt Salon“. Bereits am 10. Oktober gestalten Eduard Kutrowatz und Herbert Lippert einen Abend mit Liedern und Klavierwerken. Dabei wird auch Kutrowatz‘ Liederzyklus „Herbstreise“ uraufgeführt.
Am 15. Oktober spricht Nike Wagner, Urenkelin Richard Wagners und Ururenkelin Franz Liszts, über die beiden Komponisten. Boris Bloch übernimmt die musikalischen Beiträge. Ein weiterer Salonabend mit Kateryna Titova und Sven Friedrich folgt am 7. November und beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Wagner und Liszt.
Das Liszt Festival Raiding findet von 16. bis 25. Oktober 2026 statt.