August 1969: Als Woodstock im Schlamm Geschichte schrieb
Am 17. August 1969 war Woodstock längst mehr als ein Musikfestival. Hunderttausende Menschen hatten sich auf einer Farm bei Bethel im US-Bundesstaat New York versammelt. Regen, überfüllte Straßen und organisatorisches Chaos bestimmten das Wochenende – und trotzdem entstand eines der großen Symbole der Popkultur. Insgesamt kamen mehr als eine halbe Million Menschen zu dem Festival.
Der Sonntag begann musikalisch spektakulär. The Who standen nach massiven Verzögerungen noch bei Sonnenaufgang auf der Bühne. Am Nachmittag folgte Joe Cocker. Seine Interpretation von „With a Little Help from My Friends“ wurde zu einem der berühmtesten Momente seiner Karriere. Kurz darauf zwang ein heftiges Gewitter das Festival für mehrere Stunden zum Stillstand.
Doch Woodstock ging weiter.
Am Abend spielten unter anderem Ten Years After und The Band. Weil der gesamte Zeitplan längst aus den Fugen geraten war, setzte sich das Programm bis weit in den nächsten Morgen fort.
Der berühmteste Moment sollte sogar erst kommen: Jimi Hendrix, eigentlich als Abschluss des Festivals vorgesehen, betrat wegen der Verzögerungen erst am Montagmorgen des 18. August die Bühne. Seine Interpretation der amerikanischen Nationalhymne wurde zu einem der ikonischen Bilder und Klänge von Woodstock.
Woodstock war chaotisch, nass und organisatorisch alles andere als perfekt. Vielleicht wurde es gerade deshalb zur Legende.
Denn am Ende erinnerte sich kaum jemand an den Schlamm – aber die Musik blieb.
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