Hermanos Gutiérrez: Von den Anden nach Linz

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am 19. August im Posthof Linz

Zwei Brüder, ein Schweizer Vater, eine ecuadorianische Mutter – und ein Instrumentalsound, der klingt, als hätte jemand den Western nach Süden gedreht.

Acht Jahre Altersunterschied, sechs Alben in gut zehn Jahren, und noch immer klingt kein zweites Duo wie dieses: Alejandro und Estevan Gutiérrez haben aus Zürich heraus ein Genre gebaut, für das es keinen Namen gibt. Das New York Times Magazine behalf sich mit „a psychedelic spaghetti western“. Das traf die frühen Platten gut, die Weite, den Staub, den Nachhall. Auf dem neuen Album weicht die Prärie den Anden. Hermanos Gutiérrez gehen dorthin, wo ihre Mutter herkommt und ihre Urgroßmutter.

„Los Ojos Del Condor“ erscheint am 25. September auf Easy Eye Sound, produziert hat Dan Auerbach von den Black Keys in Nashville, die dritte gemeinsame Arbeit. Zu hören sind ecuadorianische Volksmusik, peruanisch-kolumbianische Cumbia, argentinische Milonga. Alejandro greift erstmals im Studio zur Charango, Estevan bleibt der Nylonsaiten-Gitarre treu, die ihm sein Vater mit acht Jahren geschenkt hat. Die erste Single führt mit einer schlichten Gitarrenfigur in dieses Klanguniversum, bevor Slide-Guitar und Orgel das Stück ins Weite treiben.

Den Titel borgt das Duo vom Wappentier Ecuadors: ein Blick von oben, der Schönheit erst durch Distanz sichtbar macht. Das Cover entstand fast nebenbei, Estevan fotografierte im Frühjahr 2026 auf einer Peru-Reise zwei Frauen mit Lamas auf einem Hügel, auf Analogfilm. Diesmal stehen nicht die Brüder im Bild. „Es geht mehr um die Kultur, die wir bewundern und ehren“, sagt Alejandro. In Linz spielen sie das Album, bevor es erschienen ist.

Hermanos Gutiérrez: Los Ojos Del Condor Tour, Support: Céline Dessberg

Mittwoch, 19. August, 20:00 Uhr

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