Brucknerfest Linz 2026 startet mit drei Uraufführungen

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Das Brucknerfest Linz 2026 ist eröffnet. Beim traditionellen Festakt im Brucknerhaus standen gleich drei Uraufführungen auf dem Programm. Die Festrede hielt die Schriftstellerin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Maja Haderlap, für den musikalischen Rahmen sorgte das Oberösterreichische Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Kajsa Boström.

Drei neue Werke zum Auftakt

Unter dem diesjährigen Festivalmotto „endlich“ beschäftigt sich das Brucknerfest mit Endlichkeit und Unendlichkeit sowie mit Anfang und Ende. Bereits die Eröffnung setzte dabei einen Schwerpunkt auf neue Musik.

Der Linzer Komponist Thomas Doss schrieb mit „Circus Maximus“ eigens ein Werk für den Festakt. Neben dem Jugendsinfonieorchester wirkte erstmals auch die Brassband Oberösterreich mit, die zwischen dem Publikum im Saal positioniert war. Eine weitere Uraufführung war Gunter Waldeks „Scherzo cantabile à la Styrienne“. Als dritte Neuheit erklang eine Orchesterfassung von Liedern von Ture Rangström und Anton Bruckner.

Eine Verbindung über Generationen

Eine besondere Geschichte verbindet Dirigentin Kajsa Boström mit Anton Bruckner. Ihr Urgroßvater, der schwedische Komponist und Dirigent Ture Rangström, leitete 1922 in Göteborg die erste Aufführung einer Bruckner-Symphonie in Schweden.

Mehr als 100 Jahre später dirigierte Boström bei der Eröffnung des Brucknerfests drei Lieder ihres Urgroßvaters. Als Solist war Bariton Rafael Fingerlos zu hören.

Junge Musiker:innen im Mittelpunkt

Eine zentrale Rolle spielte das Oberösterreichische Jugendsinfonieorchester. Rund 80 Musikschüler:innen und Vorbereitungsstudierende mit einem Durchschnittsalter von 18 Jahren gehören dem Ensemble an. Die Beschäftigung mit gleich mehreren neuen Werken stellte die jungen Musiker:innen dabei vor die besondere Aufgabe, Musik ohne vorhandene Aufnahmen oder Interpretationsvorbilder zu erarbeiten.

Maja Haderlap über Kunst und Künstliche Intelligenz

Auch gesellschaftliche Fragen waren Teil der Eröffnung. Festrednerin Maja Haderlap beschäftigte sich mit dem Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Sie plädierte dafür, KI menschenorientiert und ressourcenschonend einzusetzen und dabei Rechte und Würde des Menschen zu wahren. Gerade in der Kunst müsse die Bedeutung menschlicher Kreativität und Erfahrung im Mittelpunkt bleiben.

Mit dem Festakt ist das Brucknerfest Linz 2026 offiziell eröffnet. Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto „endlich“.