Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

“Best of Cabaret | 2017”

Eine neue Saison der Erfolgsreihe verdeutlicht, dass die Kulturzentren Burgenland auch weiterhin die Rolle des bedeutendsten Veranstalters für Kabarett und Kleinkunst im Burgenland einnehmen. Gleich bleibt in der 17. Saison der bewährte Mix aus namhaften Vertretern des Genres à la Alfred Dorfer und die Hektiker, bereits arrivierten KünstlerInnen wie Nadja Maleh und Gery Seidl und aufstrebenden NewcomerInnen namens Marion Petric und Clemens Maria Schreiner. Neu sind erstmals 17 Acts – so viele wie noch nie – und das nigelnagelneue Comedy-Format „kritisch | komisch | kuzcomedy“, das künftig im Kulturzentrum Oberschützen eine prominente Heimat erhält. Zur abgelaufenen Spielzeit und nach den beiden Jubiläen „300. Kabarettabend“ und „150.000 Kabarettgast“ ziehen die fünf Standorte erfolgreiche Zwischenbilanz: Seit dem Start von „Best of Cabaret“ im Jahre 2001 konnten bei insgesamt 310 Vorstellungen an die 154.100 BesucherInnen begrüßt werden.

Das Kabarettprogramm 2017
13 Solisten – wobei einzelne KünstlerInnen aufgrund ihrer offenbar multiplen Persönlichkeit nicht nur solo, sondern in mehrfacher Ausführung auf den Brettern stehen –, drei Duos und ein legendäres Quartett. Alles in allem 17 Acts und damit so viele wie noch nie werden dem Titel „Best of Cabaret“ in der kommenden Saison gerecht. 17 Acts, mit denen die Kulturzentren Burgenland die Erfolgsgeschichte der 2001 gestarteten Reihe fortführen und damit weiterhin der bedeutendste Veranstalter für Kabarett und Kleinkunst im Burgenland bleiben. Zwei Jubiläen, die vor kurzem über die KUZ-Bühnen gingen, untermauern diese wichtige Rolle der fünf Standorte von Nord bis Süd: In einem bis auf den letzten Platz gefüllten Kulturzentrum Oberschützen wurde mit dem Gastspiel von Altmeister Lukas Resetarits der bereits 300. Kabarettabend gefeiert. Im Rahmen des Mattersburger Programms konnte beim ebenso ausverkauften Auftritt von Lachgarant Viktor Gernot der 150.000 Gast – in diesem Fall eine treue Besucherin – begrüßt und geehrt werden. Die neue Ausgabe des beliebten Formats erstreckt sich 2017 über 23 Abende – 23 Gelegenheiten, die österreichische Kabarettszene und ihre prominenten wie frischen Gesichter in quasi lachhafter Aktion kennenzulernen. Denn auch in der Programmierung der neuen Ausgabe von „Best of Cabaret“ wurde auf den gewohnt anregenden Mix wertgelegt: In die Lachmuskeln längst eingeprägte, namhafte VertreterInnen des Genres treffen auf bereits arrivierte KünstlerInnen, die nächste Generation von Kabarett-Granden. Diese beiden Gruppen wiederum geben sich mit den aufstrebenden NewcomerInnen, den jungen Wilden der Szene, die Türklinken Richtung Bühne in die Hand. Welcher Kategorie die KünstlerInnen auch angehören mögen: Sie alle nehmen sich ab 12. Jänner 2017, dem Start der neuen „Best of Cabaret“-Saison, kein Blatt vor den Mund.

Dafür sind aus der obersten Kabarett-Liga Österreichs ein von seinen Anfängen „bisjetzt“ bilanzierender Solist und ein Kult-Quartett in Jubiläumsstimmung bekannt. Ersterer ist Alfred Dorfer, der einen gewohnt schwarzhumorigen Rückblick auf seine Karriere wirft. Die Jubilare Viktor Gernot, Wolfgang „Fifi“ Pissecker, Florian Scheuba und Werner Sobotka, bestens bekannt als Die Hektiker, lassen anlässlich „200 Jahre“ – jeder der vier Künstler ist bereits 50 Lenze jung – ebenfalls ihren Werdegang und damit 14 Programme ganz unhektisch Revue passieren. Zwei Kabarettisten, die bereits seit dem Jahr 2002 auf die doppelte Schlagkraft ihrer spitzen Zunge setzen, sind Günther Lainer & Ernst Aigner mit „Frühling, Sommer, Ernst und Günther“. Ebenso Peter & Tekal. Die beiden Medizinkabarettisten verordnen 20 Jahre nach Beginn ihrer gemeinsamen Doktorspiele ihre besten Pointen in Form einer zweistündigen Essenz namens „Gesund gelacht“. Doppelt hält bzw. wirkt besser, lautet offenbar auch die Devise von Paul Pizzera & Otto Jaus. Die beiden Senkrechtstarter, die sich solo längst ihren Fixplatz in der Kabarettriege des Landes erworben haben, zeigen sich gemeinsam und gemäß Programmtitel „unerhört solide“. Unerhört vielseitig gibt sich Otto Jaus solo, wenn er in seinem umjubelten Kabarett-Debüt „Fast fertig – Ein musikalischer Amoklauf“ seine vielen Talente im Bereich der Darstellenden Künste auf einer Bühne vereint. Ob Talent überhaupt nötig ist, wenn man sich zur Riege der „Sonntagskinder“ zählen darf, wird Gery Seidl im gleichnamigen Programm kundtun. Kehrt Thomas Stipsits an die von ihm oft bespielten Bühnen zurück, dann mit einem kabarettistischen Rundumschlag aus bisher fünf Soloprogrammen, sprich mit einem „Best of“. Unter selbigem Titel tritt auch Nadja Maleh vor den Vorhang – solo und auch nicht. Denn natürlich hat die wandlungsfähige Kabarettistin unterschiedlichste Charaktere aus ihren gefeierten Soloprogrammen im Schlepptau. Nicht mit einem Best of, aber von seiner besten Seite möchte sich Martin Kosch zeigen. Immerhin demonstriert der Grazer, wie man eine ganz gemeine, allseits bekannte Spezies überwindet, all das unter dem Titel „Mit dem inneren Schweinehund Gassi gehen“. „Mit dem Zauberstab, Comedy und Bauchredekunst dem Publikum die Köpfe verdrehen“ könnte bei Tricky Niki Programmtitel sein. Wie der mehrfach preisekrönte Allrounder einen magischen Auftritt hinlegt, erlebt man in seinem bereits 3. Solo „Hypochondria – Alles wird (wieder) gut!“. Dass auch frische, neue Gesichter, also AnwärterInnen auf die Kabarett-Elite von morgen, schon jetzt gehörig zu verzaubern wissen, möchte beispielsweise Clemens Maria Schreiner unter Beweis stellen, wenn er fragt „Was Wäre Wenn“. Geht es erneut um das Thema multiple Persönlichkeit, ist Gernot Haas die richtige Ansprechperson. Schafft es der ausgewiesene Dialektkünstler doch, 40 Figuren im Programm „!!!Zusatz:Vorstellungen!!!“ zu vereinen. Nur ein Alter Ego, und zwar jenes der Kaufhausdetektivin Margarete Fisch, reicht Marion Petric, um in den Kulturzentren unter dem Titel „Fisch Grete und das Kammerl des Schreckens“ zu ermitteln. Die wohl erfreulichste Nachricht der gesamten Kabarettsaison hat sich Patric Heizmann auf seine Fahnen geheftet. Bei aller Lachmuskelertüchtigung meint der deutsche Kabarettist, „Essen erlaubt!“ und verleiht dabei dem ewigen Kampf zwischen Kopf und Bauch oder Ernährung und Bewegung eine humorvolle Note.

Die neue Reihe „kritisch | komisch | kuz-comedy“
Zusätzlich zu diesen 15 Solisten und Ensembles kommt es mit der kommenden Saison zu einer Ergänzung im Kabarettprogramm der Kulturzentren Burgenland und damit zu einer zusätzlichen Aufwertung des Genres. Im Kulturzentrum Oberschützen wird mit „kritisch | komisch | kuz-comedy“ erstmals ein Format auf den Spielplan gesetzt, das der kommenden Künstlergeneration aus der umliegenden Region bzw. aus dem Burgenland und der Steiermark eine namhafte Bühne bietet und damit aufzeigt, was die Welt des Kabaretts und der Kleinkunst abseits von Schwergewichten wie Dorfer, Düringer und Co. zu bieten hat. Ein weiteres Merkmal der neuen Reihe ist der kleine, gemütliche Rahmen, der „kritisch | komisch | kuz-comedy“ die adäquate Kulisse verleihen soll. Daher verwandelt sich nicht der große Saal, sondern
der intimere Kammermusiksaal in eine urige Kleinkunstszenerie mit Kaffeehauscharme und lehnt sich damit an den Beginn der Kabarettschiene innerhalb der Kulturzentren in den 1980er-Jahren an. Damals hat sich im Kulturzentrum Mattersburg die heutige A-Klasse des Kabaretts ihre ersten Sporen verdient. Im kleinen, gemütlichen Rahmen des Foyers, rund um den Kamin, mit einfacher Technik und auf Augenhöhe mit dem Publikum lösten u.a. Lukas Resetarits, Josef Hader, Bernhard Ludwig, Die Hektiker und die Kultformation Schlabarett ihre ersten Lachsalven aus. Der Startschuss für eine Erfolgsgeschichte, in die sich das Kulturzentrum Oberschützen im Jahre 1986 mit gelegentlichen, aber von Beginn an ausverkauften Kabarettabenden einreihte.

In große Fußstapfen treten zur Premiere von „kritisch | komisch | kuz-comedy“ im kommenden Jahr der südburgenländische Kabarettist Harald Pomper mit seinem Solo „Endspiel Demokratie“ sowie seine steirische Kollegin Lisa Eckhart. Ausgestattet mit dem Förderpreis des „Österreichischen Kabarettpreis‘ 2016“, meint die junge Kabarettistin gemäß ausgezeichnetem Programm „Als ob Sie Besseres zu tun hätten“.

„Den Kulturzentren Burgenland ist es erneut gelungen, die Reihe „Best of Cabaret 2017“ mit dem bewährten Mix aus Kabarett-Größen und Newcomern des Fachs auszustatten. Ob Sie die Altmeister Alfred Dorfer und die Hektiker beim Karriererückblick erleben möchten, über arrivierte KünstlerInnen wie Nadja Maleh und Gery Seidl herzhaft lachen oder die nächste Kabarett-Generation rund um Marion Petric und Clemens Maria Schreiner kennenlernen möchten: Das Programm trifft jeden Geschmack“, gibt Kulturlandesrat Helmut Bieler einen Ausblick und ergänzt: „Die Kulturzentren Burgenland möchten mit diesem bunten Mix und speziell mit der neuen Kabarettreihe im Kulturzentrum Oberschützen auch in der kommenden Saison junge, kritische, offene Menschen im Burgenland ansprechen.“ Mit diesem Erfolgsrezept erreichte „Best of Cabaret“ in den vergangenen 16 Jahren und bei 310 Vorstellungen (inkl. Veranstaltungen außer ABO) rund 154.100 BesucherInnen. „Ausverkaufte Säle und Zusatzvorstellungen geben den Kulturzentren als bedeutendster Veranstalter für Kabarett und Kleinkunst im Burgenland Recht. Gemeinsam mit unseren Sponsoren ist es möglich, Ihnen ein höchstklassiges Kabarett und auch ein vielfältiges und sehr attraktives Jahresangebot in den Kulturzentren Burgenland zu bieten. Ich wünsche ‚Best of Cabaret 2017‘ in seiner 17. Saison großen Erfolg und hoffe, dass Sie Ihr Kabarett-Erlebnis genießen“, sagt Bieler. Im Bereich des Sponsorings leistet die Energie Burgenland auch in der kommenden Kabarett-Saison einen wichtigen Beitrag. Denn neben dem Theater- und Konzertprogramm der Kulturzentren unterstützt der burgenländische Energieversorger auch die Reihe „Best of Cabaret“ seit vielen Jahren. „Wir liefern nicht nur Strom, Erdgas und Wärme, sondern fördern auch die künstlerische Energie. Lachen entspannt, stimuliert das Gehirn, trainiert das Herz und ist für den Körper pure Energie. Die besten KabarettistInnen Österreichs sorgen fürs Lachen in den Kulturzentren unseres Landes und wir für saubere Energie im Burgenland“, erklärt der Vorstandvorsitzende der Energie Burgenland, Michael Gerbavsits.

Die Kulturzentren Burgenland
Als die Plattform für die kulturelle Vielfalt im Land haben es sich die Kulturzentren Burgenland zur Aufgabe gemacht, ihrem Publikum alljährlich ein umfassendes gleichwie hochwertiges Angebot zu offerieren. Dieses Angebot stützt sich auf die Bereiche der Darstellenden sowie Bildenden Künste. Die Prämisse der Kulturzentren Burgenland lautet seit Anbeginn: Das Kulturprogramm zeichnet sich spartenübergreifend durch künstlerische Qualität und eine breite Palette an Veranstaltungen für jedes Alter aus, durch kulturelle Vielfalt sowie durch ein flächendeckendes Angebot zu leistbaren Preisen. Einen der wichtigsten Eckpfeiler im Programm stellt neben dem Theater das Genre Kabarett dar. Beweis dafür ist die im Jahre 2001 gestartete und im Spielplan fest verankerte Reihe „Best of Cabaret“. 310 Vorstellungen (inkl. Veranstaltungen außer ABO) und insgesamt rund 154.100 BesucherInnen in den vergangenen 16 Jahren, ausverkaufte Säle und Zusatzvorstellungen unterstreichen das qualitätsvolle Programm und seinen hohen Stellenwert beim Publikum unterschiedlicher Altersgruppen. Allein in der abgelaufenen Saison nahmen bei insgesamt 22 Vorstellungen 12.650 BesucherInnen in den Kulturzentren Platz.

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