Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Haydn explosiv *2012

exHaydn explosiv – die erfolgreiche Ausstellung aus dem Haydnjahr – wird fortgesetzt. Mit vielen neuen Exponaten und Leihgaben kann der Besucher die fantastische Opernwelt des 18. Jahrhunderts entdecken. Kuratiert von Herbert Lachmayer, Da Ponte Research Centre Vienna.

Das Komponieren von Opern gehört zu den Hauptaufgaben Haydns, um das ausgeprägte Bedürfnis Fürst Nikolaus I., des Prachtliebenden, nach repräsentativen Opernaufführungen zu stillen. Haydn widmet sich überwiegend der Opera buffa, er vertonte Libretti des großen Dichters Carlo Goldoni, um den Opernproduktionen im Schloss Esterházy italienisches Flair zu verleihen.
Neue, selten gesehene Ausstellungsstücke und spannende Multimedia- Installationen.

Originale Programmhefte zu Opernaufführungen in Esterháza sowie ein Autograph, worin Haydn 1763 seine Leistung zur Komposition seiner ersten Oper „Acide“ in Rechnung stellt, illustrieren eindrucksvoll das vom Meister getragene Musikleben am Hofe Esterházy. Wichtige Opernwerke Haydns wie Orlando Paladino und die komische Oper Il mondo della luna sind mit multimedialen Einspielungen und in der raumfüllenden Deckeninstallation zu entdecken.

Zu den neuen multimedialen Einspielungen sind auch wahre Glanzstücke aus den Esterházy Sammlungsbeständen zu bewundern, wie das klassizistische Prunkkabinett, das im Auftrag des Fürsten Nikolaus II. zur Bewahrung einer Flötenuhr konstruiert wurde oder eines der wenigen erhaltenen Musikinstrumente aus der Zeit Haydns – der erst kürzlich restaurierte Hammerflügel des Wiener Klaviermachers Matthias Müller, dessen historischer Aufstellungsort im Jahr 1805 im Salon der Fürstin Maria Josepha Hermenegilde belegt ist.

Alois Pumhösel beschreibt die Installationen im „Standard“ vom 21. Dezember 2010 so:

„Eine Besonderheit der Ausstellung breitet sich fast über die ganze Decke eines Raumes aus. Vier Projektoren leuchten eine 55 Quadratmeter große Fläche mittels sogenannter Edge-Blending-Technik aus, wobei eine Software das Bild der einzelnen Projektionen an den Rändern abschwächt, sodass durch die Überblendungen komplementär gleichmäßige Lichtstärke geschaffen wird. Daniel Dobler, Gründer von Interactive Media Services, leistete bei der Installation Maßarbeit: „Die historische Decke weist einen Höhenunterschied von bis zu sechs Zentimetern auf. Wir mussten die Verzerrung in mühsamer Detailarbeit millimetergenau ausgleichen.“

Das bewegte Bild eines Streichquartetts, das auf durchsichtigem Stoff mitten in einen Raum projiziert wird, lockt als zweite große Attraktion der Erlebnisausstellung. Daneben zeigt ein Monitor notensynchron die Takte, die gerade gespielt werden. Dobler betont die Wichtigkeit von Erlebnissen, die das von zu Hause aus konsumierbare Internet nicht bieten kann. „Ein paar Touchscreens aufzustellen erfüllt die Sache nicht.“

Mit dem Schwerpunkt Oper zeigt die Ausstellung „Haydn explosiv *2012. Seine fantastische Opernwelt“ ganz neue Aspekte Joseph Haydns und eine der mit Leidenschaft betriebenen kulturellen Vorlieben der Familie Esterházy im 18. Jahrhundert auf. Ein neuerlicher Besuch zahlt sich also aus.

Eintritt
Erwachsene: € 7,00
Ermäßigt/Gruppen: € 5,00
Familien: € 15,00

Öffnungszeiten
6.Jänner-31. März
Freitag-Sonntag und an Feiertagen
9.00 – 17.00 Uhr

1. April – 11. November
Montag – Sonntag
9.00 – 18.00 Uhr

16. November – 30. Dezember
Donnerstag – Sonntag
9.00 – 17.00 Uhr

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