Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Pracher Paul

Biografie:
arbeitet als Künstler vorwiegend als Skulpteur. Dargestellt werden Menschen und Tiere in reduzierter Form in Bronzeguß. Jedoch auch Beschäftigung mit Malerei – wobei Bronzehalbreliefs in den Bildträger eingebaut werden.
Den künstlerischen Interessen entsprechend werden aber auch Schmuckstücke (versilberte und vergoldete Anhänger) in vielseitigen Formen kreiert.

Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Graz.
Lehramtsprüfungen für Musik-, Kunst- und Werkerziehung, Tätigkeit als Pädagoge.

Zahlreiche Ausstellungen in
Graz, Klagenfurt, Villach, Salzburg, Fürstenfeld, Burgau u. v. a., sowie in der Galerie
Stricker, Bad Sauerbrunn, Galerie Payer, Leoben, „Kunst-Raum“ Leoben, Bezirksmuseum Wien/Döbling,
Haus der Volkskultur in Oberschützen, Gartenbauausstellung Isabella Bayer, Hartberg.
2000, 2002 und 2005 Teilnahme an der Kleinplastikbiennale in Hilden/Düsseldorf

Mitglied des Verbandes österr. Bildhauer Wien, Karlsplatz 1

Gedanken von Dr. Sabine Amanshauser-Greger, Kunsthistorikerin, Salzburg:
Die Skulpturen von Paul Pracher sind durchaus konventionell. Sie berufen sich im Thema (Mensch, Tier) und in der Materialwahl (Bronze) auf das Ursprüngliche, Fundamentale der Plastik. Sie haben auch ein dementsprechendes archaisches Menschenbild ohne jeden direkten Zeitbezug.
Er scheint für sich ein gültiges System, was die menschliche Figur betrifft, gefunden zu haben. Seine Statuetten vermitteln den Eindruck, als seien sie organisch gewachsen. Schlagworte wie Bewegung, Leben, Heiterkeit fallen einem ein. Besonders bei der Betrachtung seiner Musiker, Tänzer, Tiere. Die Freude des Künstlers am Modellieren ist stets in seinen Werken spürbar.
Harmonische, „runde“ Bewegungen, die nie nach außen, sondern immer wieder zum Objekt zurückführen, bestimmen seine menschlichen Figuren. Sie ruhen in sich und treten doch – was zum Wesen der Plastik gehört – mit ihrer Umgebung in einen Dialog. Die von den Gliedmaßen der Gestalt umschlossenen Hohlräume sprechen in der Gesamtwirkung stark mit. Die gschmeidigen Liniengerüste, die für Prachers Werk charakteristisch sind, stehen als schlanke Zeichen im Raum. Seine Auffassung von Plastik ist fast eine grafische.
Assoziationen, Bilder, Ideen kommen einem sofort, gleich nach dem Betrachten der Skulpturen.
Seine organischen, aus „einem Guß“ wachsenden Gebilde sind in der neueren österreichischen Kunstgeschichte die Ausnahme. Er führt nicht den menschlichen Körper auf geometrische Formen zurück. Er „konstruiert“ seine Figuren nicht.
Er geht weg vom Körper (Zeichen!), weg vom Körperhaften, …Eigenleben, …Zugang zur Seele … usw. usw.
Paul Pracher gelingt es, eigenständige Formulierungen zum Thema „menschlicher Körper“ zu finden.

Kontakt:
Kirchberggasse 4,
7093 Jois und
Edlingstraße 11
8792 St. Peter-Freienstein
Handy: 0664/3025158
Email:Paul.Pracher@gmx.net
WEB: www.pracher.net.tc

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