Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ getanzt

Der erste Tanz

Chor, Orchester & Solisten der 37. Eisenstädter Sommerakademie und das Oklahoma Festival Ballet verbinden die großartige Musik von Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ mit emotionalem, ausdrucksstarkem klassischem Ballett.

Der Stoff ist so alt wie die Menschheit selbst und dennoch hat er bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt: Die Schöpfungsgeschichte der Erde.

Joseph Haydn hat dieser Geschichte aus dem Alten Testament ein Oratorium gewidmet, das seit seiner Uraufführung im Jahr 1798 unzählige Male rund um den Erdball erklungen ist. Namhafte Musiker, Dirigenten und Sänger haben es auf ihre Art und Weise interpretiert.

Doch am 9. August 2012 wird das Publikum im Haydnsaal von Schloss Esterházy „Die Schöpfung“ in einer völlig neuen Darbietung erleben. Das Oklahoma Festival Ballet wird die einzelnen Szenen der Schöpfungsgeschichte auf eindrucksvolle Weise in klassischem Ballett zum Ausdruck bringen. Die musikalische Leitung dieses außergewöhnlichen Abends liegt in den Händen von Richard Zielinski, der Chor, Orchester und Solisten der 37. Eisenstädter Sommerakademie führen wird. „Auch wenn die Musik für sich alleine schon einzigartig ist, so fügt ihr das Ballett emotionale und ausdrucksstarke Elemente hinzu. Das Publikum soll von dieser Kombination aus Musik und Tanz mitgerissen werden“, schwärmt Zielinski, der im April dieses Jahres Premiere mit Haydns getanzter Schöpfung im amerikanischen Oklahoma hatte und Publikum wie Kritiker gleichermaßen begeisterte.

Walter Reicher, Intendant der Haydn Festspiele Eisenstadt, war bei der Premiere in den USA dabei: „Es freut mich sehr, dass diese Produktion ihre Österreich-Premiere bei den Haydn Festspielen in Eisenstadt haben wird. Der Haydnsaal bietet neben den idealen Bedingungen für Haydns Musik auch einen wunderbaren Rahmen für klassisches Ballett.“

Doch nicht nur Dirigent Zielinski und Haydnexperte und -liebhaber Reicher geraten bei diesem Projekt ins Schwärmen, auch die Tänzer selbst zog „Die Schöpfung“ in ihren Bann. „Haydns Schöpfung bietet für jeden etwas, dafür muss man nicht zwangsläufig ein streng religiöser Mensch sein“, erklärte Mary Lyn Graves, eine der Tänzerinnen, die sich so wie ihre Künstlerkollegen darauf freut, dieses Stück im Haydnsaal, der Wirkungsstätte des großen Komponisten, zu tanzen. Dass ein Auftritt im Haydnsaal, wo der genius loci spürbar ist, die Einstellung zu dem Komponisten verändert, weiß Intendant Reicher aus Erfahrung: „Es ist erwiesen, dass Künstler, die im Haydnsaal gespielt haben, Haydns untersterbliche Musik danach differenziert, ja tiefgreifender verstehen als zuvor.“

Wer miterleben möchte, wie das musikalische Universum um einen wunderbaren Stern reicher wird, der sollte sich Joseph Haydns getanzte Schöpfung an diesem Abend keinesfalls entgehen lassen.

Donnerstag, 9. August 2012,19.30 Uhr
Haydnsaal, Schloss Esterházy
37. Eisenstädter Sommerakademie
Oklahoma Festival Ballet
Richard Zielinski, Leitung
J. Haydn: Oratorium „Die Schöpfung“ für Solisten, Chor und Orchester, Hob.XXI:2

Information & Karten:
Haydn Festspiele Eisenstadt
Schloss Esterházy |7000 Eisenstadt
T: 02682-61866, F: 02682-61805
office@haydnfestival.at
www.haydnfestival.at

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