Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Die Gerberei Pinkafeld hat geschlossen!

„Einen Versuch wagen und dabei scheitern bringt zumindest einen Gewinn an Wissen und Erfahrung. Nichts riskieren dagegen heißt einen nicht abschätzbaren Verlust auf sich nehmen – den Verlust des Gewinns, den das Wagnis möglicherweise eingebracht hätte.“
(Chester Barnard)

Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut! Manchmal. Am Anfang stand die Vision eines ambitionierten Kulturprojektes im Südburgenland. Am Ende steht die Erkenntnis: Es hat nicht sollen sein!

Die Gerberei Kulturraum Pinkafeld 1.3.2006 – 14.7.2010
Die Gerberei Pinkafeld schliesst ihre Pforten! Pinkafelds einzige Kultursaal sperrt ab sofort zu. Eigentlich schade drum. Andererseits muss man sich der Realität beugen.
„Vielleich hat man die Leute hier einfach überfordert“, so Günter Schütter, Obmann vom Verein zur Förderung der kulturellen Aktivitäten. „Es hat sehr viele Erfolge, jedoch auch einige Misserfolge gegeben. Die Gerberei am Leben zu erhalten war nur noch ein aussichtsloser Kampf.“
Was bleibt ist eine schöne Zeit. Mehr als 30.000 Besucher kamen in den letzten 4 Jahren wegen der Gerberei nach Pinkafeld. Die Wertschöpfung aufgrund der zusätzlichen Nächtigungen und Besucher war enorm.
Das Projekt war durchaus erfolgreich. Es ist jedoch nicht mehr lebensfähig. Viele sind sicher enttäuscht. Viele sind froh, dass der Wirbel vorbei ist. Vielen ist es egal. Am Ende soll man nicht zurückblicken, sondern nach vorne schauen. Was kann man aus dem Scheitern lernen? Sehr viele Dinge! Man darf sich nicht die Fragen stellen, wer welche Fehler gemacht hat. Es hat jeder mit bestem Wissen und Gewissen gearbeitet. Nur das war scheinbar zu wenig. Und das ist scheinbar zu wenig!_Es könnte an dieser Stelle die große
Abrechnung folgen! Die wäre einseitig und unfair. Die „warum Fragen“ sind nicht angebracht! Es hat einfach nicht funktioniert.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.

Günter Schütter

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