Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

Viktor Gernot & HisBestFriends | X-Mas Is Here

Beim Auftritt vor kurzem in Eisenstadt in seiner Paraderolle als Kabarettist hat er sein Talent als Vollblutentertainer einmal mehr und viel umjubelt unter Beweis gestellt. Dass Viktor Gernot auch rein musikalisch und in legendärer Bandbegleitung das Publikum von den Sesseln zu reißen versteht, davon kann man sich im Kulturzentrum Oberschützen selbst ein Bild machen.

Donnerstag, 01. Dezember 2016, 19.30 Uhr | Kulturzentrum Oberschützen

Zum Konzert
„Alle Jahre wieder“ feiert Viktor Gernot gemeinsam mit seinen Best Friends einen musikalischen Vorweihnachtsabend – auch in dieser Jubiläumssaison. Denn vor genau 25 Jahren spielten der Vollblutentertainer und seine Musikerfreunde ihr erstes Konzert im Wiener Roten Engel.
„X-Mas Is Here“ ist auch ein Viertelahrhundert später ein kultig österreichisch-amerikanisches Entertainerkonzert aus den Greatest Weihnachtshits mit gänzlich neuen Geschichten und Bearbeitungen von Viktor Gernot & HisBestFriends. Das Repertoire rekrutiert sich aus dem Great American Songbook, Lieder, die einstmals durch Bing Crosby, Mel Tormé, Dean Martin und Frank Sinatra bekannt wurde, bis hin zum vielbesungenen Tannenbaum.

Seine Begleitung besteht aus fünf herausragenden Musikern mit Namen Aaron Wonesch (Piano), Thomas Strobl (Bass), Peter Haberfellner (Gitarre), Thomas Faulhammer (Saxophon) und Wolfgang Fellinger (Schlagzeug). Dazu Viktor Gernot himself, singend, spielend und vortragend. Swingende Arrangements, von ausgelassen-verrückt bis hin zu sinnlich-besinnlich. Manchmal respektlos und unheilig, manchmal sentimental und gewollt kitschig. Dazu österreichisch-deutsche Gedichte und Geschichten. Ein Live-Erlebnis in bester Tradition der großen Entertainer, exzellente Musiker mit viel Freiraum für spielerische Improvisation und ein Zeremonienmeister, der mit Conférencen, mit Parodien und vor allem mit seiner Stimme sein Publikum zu begeistern weiß.

Über Viktor Gernot
Viktor Gernot, der sich auf seiner offiziellen Website als “Darstellender Freistilkünstler von Traunviertlerisch-Mühlviertlerisch-Südmährisch-Tschechischer Herkunft“ beschreibt, wurde am
18. Jänner 1965 als Gernot Jedlička geboren. Er wuchs in Wöllersdorf, NÖ, auf und besuchte den Sport-Zweig des Wiener Neustädter Oberstufen-Realgymnasiums. Er spezialisierte sich auf Schwimmen und gehörte dem österreichischen Schwimm-Junioren-Nationalteam an.
Nach zwei Semestern an der Wirtschaftsuniversität absolvierte er ab 1985 ein Studium am Konservatorium der Stadt Wien (Musical, Operette, Chanson). Es folgten Schauspielunterricht bei Michael A. Mohapp (Graumann Theater, Wien), ein Meisterkurs für Gesang bei David Bender und Barbara Meister von der New York City Opera und Jazztanz- und Stepptrainings.

Während seines Studiums wirkte Gernot als Bassist und Background-Sänger bei Auftritten von Nicole, Roy Black oder Chris Roberts mit. In den 1990ern forcierte er seine Karriere als Musicaldarsteller: Gernot spielte 1992 die Rolle des Franz Joseph in der Originalbesetzung von “Elisabeth“ am Theater an der Wien, am Raimundtheater stand er in “Les Misérables“ auf der Bühne. Für seine Darstellung des Lumière in “Die Schöne und das Biest“ erhielt er 1996 den deutschen Musicalpreis Image Award. Nach dem Jahr 2000 spielte er noch die Rolle des Pharao in “Joseph“ am Wiener Raimundtheater und unternahm mit Marika Lichter, Uwe Kroeger und anderen eine Musicalkonzert-Tournee durch Deutschland mit “Still in Love with Musical“.

Seine Karriere als Kabarettist kam Mitte der 1990er in Schwung, als er nach Mini Bydlinskis Abgang “Die Hektiker“ wieder zum Quartett machte. Es startete 1996 mit dem Best-Off-Programm “Irgendwas“, es folgten „Echt“ und die ORF-Comedy-Serie “Die kranken Schwestern“. 2007 feierten sie ihr 25-jähriges Bestehen mit “Silberhochzeit“ im Kabarett Simpl, in dem Gernot auch als Conférencier in mehreren Produktionen auf der Bühne stand.
Mit dem künstlerischen Leiter des Simpl, Michael Niavarani, verbindet Viktor Gernot eine langjährige Arbeitsfreundschaft: Mit “Gefühlsecht – Ein Abend unter Freunden“ und “Zwei Musterknaben“ (Österreichischer Kabarettpreis 2010) brachten sie zwei sehr erfolgreiche Kabarettprogramme in der Tradition der Doppelconférence auf die Bühne.

Sein erstes Solo legte Gernot 2003 mit “Freistil“ vor. Es folgten “Grätznfest“ (2007) und “Im Glashaus“ (2012). Für das Best-Off “Viktor Gernot ist nicht allein“ (2011) erhielt er den Kleinkunstpreis “Salzburger Stier“. Seit 2011 zeichnet er als künstlerischer Leiter des Wiener Kabarettfestivals verantwortlich, seit den 1990ern gibt Gernot zudem mit seiner Band “His Best Friends“ legendäre Konzerte. Sein jüngster Coup: 2016 markierte eine ausverkaufte Herbsttour mit der bayrischen Kabarettistin Monika Gruber und ihrer beider Programm „Küss die Hand“.

Als Gastgeber und Moderator von TV-Shows arbeitete Gernot für das DSF und die ARD, moderierte die ORF-Hauptabendshows “Sapperlot“ und “Alles TV“ sowie Preisverleihungen und Galaabende (z. B. “Romy“-Verleihung, Werbepreis “Top Spot“ 2000). Als Schauspieler wirkte er in mehreren TV-Serien mit (z. B. “Kommissar Rex“, “SOKO Donau“), im Kino war er bislang in drei Filmen des österreichisch-iranischen Regisseurs Houchang Allahyari zu sehen (“Höhenangst“, “Die verrückte Welt der Ute Bock“ und “Der letzte Tanz“).

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