Probenstart für „Tosca“ in der Oper im Steinbruch St. Margarethen
Mit dem Startschuss für die Proben beginnt die aufregende Reise in Giacomo Puccinis Welt in das Rom um 1800: eine Welt zwischen Licht und Schatten, zwischen religiöser Autorität und revolutionärer Umbrüche. Regisseur und Bühnenbildner Thaddeus Strassberger inszeniert die legendäre Oper im monumentalen Ambiente des Steinbruchs St. Margarethen und sorgt für ein visuelles Erlebnis zwischen Liebe, Eifersucht, Macht und Intrigen. Für die Kostüme zeichnet Giuseppe Palella verantwortlich, welcher bereits bei „Turandot“ 2021 und „Aida“ 2024 gemeinsam mit Thaddeus Strassberger das Publikum ins Staunen versetzte. „Tosca“ wird von 15. Juli bis 22. August 2026 in der Oper im Steinbruch zu sehen sein.

2021 brachten Thaddeus Strassberger und Giuseppe Palella asiatisch inspirierte Bildwelten in den Steinbruch, 2024 ließen sie das Alte Ägypten eindrucksvoll auferstehen – und 2026 verorten sie ihre Neuinszenierung von „Tosca“ im Rom der Napoleonischen Kriege. Die Handlung entfaltet sich vor ikonischen Schauplätzen wie der Basilika Sant’Andrea della Valle, dem Palazzo Farnese und der Engelsburg, die sich in einem opulent gestalteten Bühnenbild widerspiegeln. Die visuelle Handschrift der diesjährigen Produktion ist tief im römischen Barock verwurzelt. Das Spannungsverhältnis von Hell und Dunkel findet schließlich auch in den Kostümen seinen Ausdruck, die Giuseppe Palella mit barocker Opulenz und historischer Genauigkeit gestaltet. „Normalerweise höre ich mir eine Aufnahme der Oper in voller Lautstärke an und schreibe den spoglio, das heißt, ich analysiere das Libretto, um so viele Informationen und Kostümdetails wie möglich zu erfassen. Für diese Produktion habe ich einen Urlaub in Rom gemacht und alle Schauplätze von Tosca besucht. Die Inspiration und die Idee zur Produktion im Steinbruch St. Margarethen kamen mir dann in einer römischen Kirche,“ erzählt Giuseppe Palella.
Barocke Bühnenkunstwerke
Im Sommer 2026 wird die Bühne im Steinbruch St. Margarethen zum Schauplatz wie im historischen Rom. Den prägenden Rahmen für diese eindrucksvolle Transformation bildet das monumentale Bühnenbild. Im Zentrum stehen prägnante Gestaltungselemente wie der Hauptaltar, ein imposanter Kerzenständer, das Heiligtum sowie ein Weihrauchfass, die als tragende Bestandteile der Szenerie sowohl opulente Pracht als auch Verfall und spirituelle Intensität verkörpern. „Prunkvolle Oberflächen in Gold- und Marmoroptik, fein gearbeitete Skulpturen und imposante architektonische Elemente entstehen mit höchster handwerklicher Präzision – als bewusst inszeniertes Wechselspiel von Schönheit und Bedrohung“, so Thaddeus Strassberger.
Traumhafte Klänge, große Emotionen
Die musikalische Leitung für „Tosca“ übernimmt einmal mehr der italienische Dirigent Valerio Galli, der bereits mit „Carmen“ 2023 eindrucksvoll unter Beweis stellte, wie wirkungsvoll er das Publikum mit seiner Interpretation emotional berühren vermag. Er steht erneut am Pult des Piedra Festivalorchesters , das als Residenzorchester der Oper im Steinbruch mit höchster Präzision und Ausdruckskraft begeistert. Ergänzt wird das klangliche Fundament durch den Philharmonia Chor Wien unter der Leitung von Walter Zeh. Ein besonderes Highlight der heurigen musikalischen Darbietung ist das 1949 gegründete international bekannte Kinderchorensemble der Gumpoldskirchner Spatzen , die erstmals den Kinderchor im Te Deum auf der Bühne verkörpern werden.
Auch in diesem Sommer sorgen international gefeierte Solistinnen und Solisten für musikalische Höhepunkte: Die Titelrolle der zentralen Frauenfigur Tosca wird alternierend von Joyce El-Khoury, Celine Byrne und Melissa Purnell gesungen – drei ausdrucksstarke Stimmen, die Tosca als leidenschaftliche, impulsive und mutige, zugleich jedoch verletzliche Figur verkörpern. Die Rolle des Cavaradossi, wird eindrucksvoll interpretiert von Bror Magnus Tødenes, Yongzhao Yu und Adorján Pataki – als leidenschaftlicher und idealistischer Charakter, der mutig für Freiheit und Gerechtigkeit einsteht. In der Rolle des Scarpia werden Gevorg Hakobyan, Hansung Yoo und Marco Caria zu erleben sein. Auch die Nebenrollen sind in der heurigen Opernproduktion von „Tosca“ hochkarätig besetzt: Volodymyr Morozov und Zoltán Nagy teilen sich die Doppelrolle des politischen Gefangenen Angelotti und des Gefängnisschließers. Zoltán Nagy war bereits in früheren Produktionen der Oper im Steinbruch zu erleben und kehrt nun in einer neuen Rolle zurück. Ivan Zinoviev und Ilia Kazakov übernehmen die Rollen des Sagrestano (Mesner) und des Sciarrone (Polizeiwachmann). Auch sie waren bereits im Ensemble vergangener Produktionen. Als Spoletta (Polizeispitzel) agieren Michał Prószyński und Peter Kirk.
Für Daniel Serafin, Intendant der Oper im Steinbruch, markiert der diesjährigen Probenstart einen besonderen Meilenstein: „Es ist eine große Freude und Ehre, dass wir nach der gefeierten Produktion von Tosca im Jahr 2015 nun eine Neuinterpretation des Werkes von Giacomo Puccini in der Oper im Steinbruch aufführen dürfen. Der Steinbruch bietet die perfekte Kulisse für diese fesselnde Geschichte voller Emotionen und musikalischer Stärke. Auf Sie wartet eine eindrucksvolle Inszenierung und ein unvergessliches Opernerlebnis unter freiem Himmel.“
Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Privatstiftungen, ergänzt die Bedeutung für die Region: „Die Oper im Steinbruch entfaltet eine besondere Strahlkraft dieses einzigartigen Ortes, an dem künstlerische Exzellenz und regionale Verantwortung eindrucksvoll zusammenwirken. Unser Anspruch ist es, Kultur nicht nur als inspirierende Begegnung erlebbar zu machen, sondern sie zugleich als treibende Kraft für eine nachhaltige Entwicklung im Burgenland zu etablieren.“
Tickets und Termine
Tickets für „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen können im Ticketbüro pan.event unter T + 43 2682 65 0 65 oder per E-Mail: tickets@panevent.at gebucht werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.operimsteinbruch.at.
Termine & Informationen
Premiere: 15. Juli 2026
Weitere Termine:
16., 17., 18., 23., 24., 25., 26., 29., 30. und 31. Juli 2026
1., 5., 6., 7., 8., 13., 14., 15., 16., 19., 20., 21. und 22. August 2026
Beginn Juli: 20.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Beginn August: 20.00 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr
Dauer: ca. 2,45 Std. inkl. Pause
Preise: € 29 bis € 185
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