Kulturgericht

Kunst und Kultur im Burgenland

„400 Jahre Ankunft der Familie Esterházy in Westungarn und im heutigen Burgenland“

Gedenkgottesdienst am Samstag, 20. Oktober 2012 anlässlich des Jubiläums

Am Samstag, 20. Oktober 2012, findet in der Basilika von Frauenkirchen im Rahmen der Abendmesse um 19:00 Uhr ein Gedenkgottesdienst anlässlich des Jubiläums „400 Jahre Ankunft der Familie Esterházy in Westungarn und im heutigen Burgenland“ statt.

Im Jahr 1612 begründete Nikolaus Esterházy (1583-1645), späterer Erbgraf von Forchtenstein und Stellvertreter des ungarischen Königs (Palatin), seinen Stammsitz im damaligen Westungarn in der Herrschaft Landsee-Lackenbach. In seinem Sinne führte sein Sohn Paul (1635-1713), dessen Todestag sich 2013 zum 300. Mal jähren wird, den Ausbau des Familienbesitzes.

Die Basilika in Frauenkirchen ist mit der Familie Esterházy seit Fürst Paul I. in besonderer Weise verbunden. Die alte Wallfahrtskirche wurde im 16. Jahrhundert durch die Osmanen verwüstet und blieb bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts eine Ruine. Der junge Paul Esterházy, fand 1653 das Gnadenbild in den Trümmern der Kirche und entschloss sich, um das Gotteshaus auch einen Meierhof und ein Dorf zu erbauen. 1661 hatte Paul anstelle des bisher verehrten Gnadenbildes eine Marienstatue aufstellen lassen. Er gelobte, die Statue bei Gefahr nach Forchtenstein in den „Tresor“ der Familie in Sicherheit zu bringen.1683 zerstörten die Osmanen auf dem Weg nach Wien abermals Kirche und Kloster in Frauenkirchen. Paul Esterházy entschloss sich anlässlich seiner Fürstung, eine neue, prächtigere Kirche zu errichten. Die neu erbaute Basilika, einer der schönsten Barockbauten Ostösterreichs wurde vor 310 Jahren, am 19. November 1702, geweiht.

Em. Bischof Dr. Paul Iby gestaltet gemeinsam mit den Franziskanern in Frauenkirchen den Gottesdienst. Für die musikalische Umrahmung der kirchlichen Feier ist das Haydnquartett verantwortlich.

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