quartetto plus – eine internationale Hommage an den Ursprung des Streichquartetts im Schloss Esterházy
Vom 20. bis 22. März 2026 wird das Schloss Esterházy zum Zentrum der internationalen Quartettkunst. quartetto plus entspringt einer einzigartigen Konstellation: Kein anderer Ort vereint Haydns langjähriges Wirken, die Ursprünge des Streichquartetts, die exzellente Akustik des Haydnsaals und die Strahlkraft eines international renommierten Kulturstandorts so unmittelbar wie dieser historische Schauplatz

Das Festival zählt zu den wenigen Formaten, die sich ausschließlich der Kunst des Streichquartetts widmen. Die kuratorische Ausrichtung folgt klaren Leitlinien: der intensiven Auseinandersetzung mit Joseph Haydn und seinem musikalischen Vermächtnis sowie einer stilistischen Vielfalt, die durch die internationale Herkunft der Ensembles zusätzliche Tiefe erhält. So begegnen sich im Haydnsaal – jenem Raum, in dem Haydn über vier Jahrzehnte probte, neue Werke für die Hofkapelle erarbeitete, Opern- und Kammermusikaufführungen leitete und das musikalische Leben der Fürsten Esterházy maßgeblich gestaltete – historische Authentizität und globale Gegenwart in einer Form, die nur hier möglich ist.
Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Privatstiftungen, betont:
„quartetto plus verbindet Joseph Haydns Tradition mit der internationalen Gegenwart der Quartettkunst. Die Ensembles, die hier auftreten, bringen ihre individuellen Klangsprachen und persönlichen Erfahrungen in einen einzigartigen Raum ein, der wie kein zweiter mit der Geschichte des Streichquartetts verknüpft ist.“
Der Festivalgedanke von quartetto plus ist eng mit der historischen Rolle des Hauses in der Entwicklung des Genres verbunden. Ensembles wie Opus13, das Sonoro Quartet, Capella Paulana und das Isidore String Quartet – jedes mit eigener künstlerischer Handschrift und kulturellem Hintergrund – führen diese Linie 2026 fort. Sie lassen Haydns Geist im Dialog mit Klassik, Romantik und zeitgenössischer Musik neu aufleuchten und machen quartetto plus zu einem Ort lebendiger, weltumspannender Quartettkultur, die aus ihrer Geschichte schöpft und in die Zukunft weist.
Internationale Quartette 2026 – ein erster Überblick
Pre-Konzert-Talk – 20.
März, 18 Uhr, Empiresaal
Generalintendant Rico Gulda spricht mit Valentin Erben, Cellist und
Gründungsmitglied des legendären Alban Berg Quartetts, über Geschichte,
Entwicklung und heutige Relevanz des Streichquartetts.
Opus13 – 20. März 2026, 19:30 Uhr, Haydnsaal
Das preisgekrönte norwegische Quartett (Gewinner der Wigmore Hall International
String Quartet Competition 2025) eröffnet das Festival mit einem Programm, das
Haydns „Kaiserquartett“ am historischen Originalschauplatz an den Beginn
stellt.
Die Anmut des Augenblicks – 21. März, 15 Uhr, Gärtnerhaus im Schlosspark
Die neue Ausstellungsreihe ist ein synästhetisches Experiment zwischen Kunst
und Musik. Als Bühne für nur einen Tag dient das Gärtnerhaus im Schlosspark
Eisenstadt. Geladen wird zu einem inspirierenden Apéro vor dem Konzert am
Abend.
Den Auftakt bestreitet das Künstlerduo Michael Strümpf und Luise Lutze. Ihre
Arbeiten entspringen Fundstücken des Alltags, die sie zu räumlichen
Arrangements verdichten.
Sonoro Quartet – 21. März 2026, 16:30 Uhr, Empiresaal
Das 2019 in Gent gegründete Ensemble widmet sich den volksmusikalischen Wurzeln
des Streichquartetts – von Haydns „Lerchenquartett“ bis zu Bartóks
klanggewaltigem 5. Quartett. Mit Séan Dohertys „The Devil’s Dream“ führen die
vier in eine zeitgenössische, poetisch aufgeladene Klangwelt
Dieser Blick nach oben – das Lauschen in neue Horizonte – verbindet das Programm des Sonoro Quartet ideal mit MERITA, der europäischen Plattform zur Förderung junger Streichquartette. Koordiniert von Le Dimore del Quartetto vereint MERITA 19 Organisationen aus 16 Ländern und stärkt die Sichtbarkeit, Mobilität und Vernetzung junger Kammermusikensembles im Kontext des europäischen Kulturerbes. Nach einer erfolgreichen ersten Ausgabe (2022–2025) wird das Programm durch eine erneute Creative Europe Förderung fortgeführt und im Rahmen von MERITAcubed (2025–2029) ausgebaut. MERITA bietet internationale Kooperation, Mentoring und die Entwicklung innovativer Konzertformate – Impulse, die klassische Kammermusik in die Zukunft führen.
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